News & Markt · Vorbericht
BIG BANG KI Festival 2026: Was in Berlin zu belegen wäre — und was in Leipzig längst läuft
Kurz gesagt: Am 16. und 17. September 2026 findet in Berlin das BIG BANG KI Festival statt. Angekündigt sind eine Keynote von Frank Thelen, eine Masterclass von RobCo zu Alfie, das der Hersteller als autonomen Industrieroboter führt, ein Vortrag von EnduX zu humanoiden Robotern im Kundenkontakt und zwei Beiträge der United Robotics Group. Angekündigt heißt nicht stattgefunden. Den härteren Maßstab liefert unterdessen ein Betreiber: Im BMW-Werk Leipzig arbeitet seit Dezember 2025 der Humanoid AEON von Hexagon Robotics aus Zürich — zuerst an der Hochvoltbatterie-Montage, in Stufen bis zum Pilotbetrieb im Sommer 2026 hochgefahren. Ein europäischer Anbieter in einem deutschen Werk ist für die Beschaffung eine andere Lage als ein kalifornisches Start-up.
Was in Berlin tatsächlich angekündigt ist
Am 16. und 17. September 2026 richtet DUP Media in Berlin das BIG BANG KI Festival aus. Sechs Bühnen stehen im vorläufigen Programm, dazu Masterclasses und Side Events; adressiert sind ausdrücklich Entscheiderinnen und Entscheider. Mehr als 350 Speaker und über 11.000 Gäste — beides sind Erwartungen des Veranstalters, keine gezählten Teilnehmer.
Für die Robotik sind fünf Programmpunkte unmittelbar einschlägig; zwei weitere — zu KI-Agenten und zur Versicherung von KI-Fehlern — berühren dieselben Fragen und stehen weiter unten. Frank Thelen ist mit der Keynote „Die nächsten 5 Jahre werden crazy“ angekündigt. Henri Felsenstein, Head of Concept Engineering bei RobCo, hält eine Masterclass unter dem Titel „From Pilot to Production: How Autonomous Robotics Actually Works“. Aska Fang Liu, Gründerin und CEO von EnduX, spricht über humanoide Roboter in Marketing, Kundenservice, Vertrieb und Unterhaltung. Und die United Robotics Group ist gleich zweifach vertreten: mit Gründer und CEO Wassim Saeidi zu OP-Robotern und Automatisierung sowie mit Co-CEO Kerstin Wagner.
Das Programm ist als vorläufig gekennzeichnet und kann sich bis zur Veranstaltung ändern. Eine Ankündigung belegt weder einen stattgefundenen Auftritt noch den produktiven Einsatz eines Systems. Abgerufen haben wir das Programm am 8. September 2026.
| Programmpunkt | Was angekündigt ist | Was ein Beleg zeigen müsste |
|---|---|---|
| Frank Thelen, Keynote | „Die nächsten 5 Jahre werden crazy“ | Welche Unternehmen gemeint sind und was „fertig entwickelt“ bei ihnen bedeutet |
| RobCo, Masterclass | Alfie fügt sich „ohne Vorabinvestition“ in bestehende Abläufe, „in realen Lagerumgebungen“ | Ein benannter Ablauf mit Werkstück, Toleranz und Eingriffsquote; was die laufende Rate enthält |
| EnduX, Keynote | Humanoide in Kundenkontakt, Vertrieb und Unterhaltung | Wer Vertragspartner ist, wo der Service sitzt, welche Funktion ohne Internetverbindung ausfällt |
| United Robotics Group | KI und Robotik für Präzision in der Medizin; dazu ein Panel zu Health-Tech | Welches System, welche Aufgabe, welcher Automationsgrad im laufenden Klinikbetrieb |
| adesso und CyberDesk, Masterclass | KI-Agenten in Unternehmensprozessen ohne ungewollte Datenfreigabe | Ein Rechte- und Rücknahmemodell: Wer handelt unter welcher Identität, und was lässt sich rückgängig machen |
| Hiscox, Keynote | KI-Fehler und ihre Folgen | Unter welchen Bedingungen, für welche Tätigkeit, mit welchen Ausschlüssen gedeckt wird |
Programmstand 8. September 2026, vorläufig. Die rechte Spalte ist unsere redaktionelle Prüfliste, keine Anforderung des Veranstalters.
Damit steht dieser Vorbericht in derselben Linie wie unsere Einordnung der Messe zwei Wochen zuvor. Was auf der IFA-Bühne zu sehen war und was daneben in den Hallen geschah, waren zwei verschiedene Befunde am selben Tag. Ein Festival verschiebt die Frage, weil es sich an Betriebe richtet: Aus der Vorführung wird eine Beschaffungsentscheidung, und die verlangt andere Nachweise.

Der Maßstab steht in Leipzig, und er kommt aus Zürich
Wer wissen will, wie weit humanoide Robotik in der deutschen Industrie ist, findet die belastbarste Angabe dieses Jahres nicht in einem Programmheft, sondern bei einem Betreiber. Im Werk Leipzig der BMW Group arbeitet seit Dezember 2025 ein humanoider Roboter namens AEON. Gebaut wird er von Hexagon Robotics, der Physical-AI-Sparte des Technologiekonzerns Hexagon mit Sitz in Zürich.
Physical AI meint dabei genau das, was den Unterschied zu einem Sprachmodell ausmacht: Die Software rechnet nicht nur, sie bewegt eine Maschine im Raum — mit allem, was daran hängt, von der Sensorik bis zur Frage, wer neben ihr stehen darf. Wie dieser Übergang von der Rechenleistung zur Bewegung technisch aussieht, führt unser Beitrag zu Physical AI und der Robotik-KI aus.
Für ein deutsches Portal ist die Herkunft des Anbieters keine Fußnote, sondern der Kern. Ein Zürcher Lieferant bedeutet einen europäischen Rechtsrahmen, europäische Konformitätsunterlagen und einen erreichbaren Ansprechpartner in derselben Zeitzone. Das ist eine andere Beschaffungslage als ein kalifornisches Start-up, und für einen Betrieb, der über Wartung und Ersatzteile nachdenkt, ist es der wichtigere Teil der Meldung.
Der Ablauf ist dokumentiert und in Stufen gegliedert. Den operativen Auftakt hatte AEON im Dezember 2025, ein weiterer Testeinsatz folgte im April 2026, und für den Sommer 2026 war die volle Einbindung in den Pilotbetrieb vorgesehen. Zuerst unterstützt der Roboter nach Angaben des Unternehmens die Hochvoltbatterie-Montage und die Komponentenfertigung — dort also, wo Wiederholung, Präzision und Ergonomie zusammenkommen. Er liefert Material an die Linie und weicht Hindernissen aus. Angegeben sind 1,65 Meter Höhe, 60 Kilogramm und bis zu 2,5 Meter pro Sekunde.
Diese Stufung ist das eigentlich Lehrreiche. Zwischen dem ersten Auftritt in der Halle und der Einbindung in den Pilotbetrieb liegen rund sechs Monate mit einem weiteren Testeinsatz dazwischen. Wer für den eigenen Betrieb plant, sollte diese Größenordnung im Kopf haben: Ein Humanoid geht nicht in Betrieb, er wird schrittweise hineingelassen — und das bei einem Konzern mit eigener Forschung und unbegrenztem Zugang zum Hersteller.
Den Vorläufer liefert das US-Werk Spartanburg. Dort lief 2025 ein Pilot mit Figure 02 des kalifornischen Anbieters Figure AI, über einen Zeitraum von zehn Monaten. Nach Unternehmensangaben bewegte das System mehr als 90.000 Bauteile und legte rund 1,2 Millionen Schritte in etwa 1.250 Betriebsstunden zurück; die Aufgabe bestand im Entnehmen und Positionieren von Blechteilen für einen Schweißprozess. Das sind Angaben von BMW zum eigenen Betrieb, keine von uns unabhängig geprüfte Messreihe.
Rechnen sollte man mit ihnen vorsichtig. „Mehr als 90.000“ ist eine Untergrenze, „rund 1.250 Stunden“ ist gerundet, und in diesen Stunden stecken Anlauf, Einrichten und Stillstände. Wer daraus einen Takt bildet und ihn neben die eigene Station stellt, vergleicht einen groben Durchschnitt über zehn Monate mit einer Sollzeit. Was die Zahlen belegen, ist Dauer: Ein Humanoid hat über zehn Monate hinweg einen wiederkehrenden Handgriff in einer echten Fertigung ausgeführt, nicht in einer Vorführung.
Was fehlt, ist ebenso aufschlussreich. Es fehlt die Fehlerquote: Wie viele Griffe misslangen, wie oft musste jemand eingreifen, wie oft stand das System? Es fehlt der Vergleichswert, also die Leistung desselben Arbeitsschritts vorher. Ohne diese beiden Angaben bleibt auch die Dauer ein Anhaltspunkt und kein Nachweis.
Für Berlin ergibt sich daraus ein brauchbarer Prüfmaßstab. Ein belastbarer Praxisbericht muss nicht behaupten, ein Roboter könne alles. Er sollte sagen, welche Aufgabe abgegrenzt war, über welchen Zeitraum das System arbeitete, wie oft es dabei scheiterte und wer im Zweifel greifbar ist. Zwei Werke, zwei Anbieter, zwei Kontinente — und in beiden Fällen genau ein Handgriff.
Frank Thelen: Eine Zukunftswette ist keine Betriebsfreigabe
Thelens Keynote-Titel kündigt eine Perspektive über fünf Jahre an. Das ist legitim und für die Debatte nützlich — es ist nur eine andere Textsorte als eine Beschaffungsgrundlage.
Unser Faktencheck zu Frank Thelen und humanoiden Robotern prüft eine früher veröffentlichte Aussage. Ein österreichisches Magazin berichtete im April 2026, Thelen sehe drei Unternehmen an einem Punkt, an dem die Entwicklung abgeschlossen sei und im Wesentlichen die Produktion fehle. Welche drei Unternehmen gemeint waren, geht aus der zitierten Passage nicht hervor. Diese Aussage darf ihm für den Berliner Auftritt nicht vorab zugeschrieben werden; sie ist der dokumentierte Stand, an dem sich eine neue Äußerung messen ließe.
Die eigentliche Frage ist nicht, ob ein Investor optimistisch sein darf. Sie lautet, was „fertig entwickelt“ bedeutet. Dahinter stehen vier Zustände, die regelmäßig ineinandergeschoben werden.
Erstens die konstruktive Reife. Sind Bauform, Gelenke, Antriebe und Sensorik festgelegt, oder ändert sich die Hardware noch von Baureihe zu Baureihe? Ein Hersteller, der die Konstruktion einfriert, bindet sich an Lieferanten und Ersatzteile — das ist ein Bekenntnis, kein Marketingschritt.
Zweitens die Aufgabenreife. Ist eine eng begrenzte Tätigkeit zuverlässig gelöst? Das ist etwas anderes als Beweglichkeit. Ein Roboter, der Blechteile aus einer bekannten Vorrichtung entnimmt, hat eine Aufgabe gelöst. Derselbe Roboter vor einem ungeordneten Behälter steht wieder am Anfang.
Drittens die Fertigungsreife. Lässt sich das System wiederholt und in gleichbleibender Qualität bauen? Hier liegt der Punkt, den Thelen offenbar meint, und er ist real: Zwischen einem funktionierenden Gerät und hundert gleichen Geräten liegt eine eigene Disziplin.
Viertens die Betriebsreife. Übernimmt ein Anbieter Verantwortung für einen definierten Einsatz beim Kunden — mit Reaktionszeit, Ersatzteilen, Softwarepflege und einem Ansprechpartner in Europa? Das ist die Schwelle, an der aus Technik ein Betriebsmittel wird, und sie hat mit Robotik nur mittelbar zu tun.
Ein Unternehmen kann die ersten drei Stufen erreicht haben und an der vierten noch nicht angetreten sein. Umgekehrt wäre es falsch, jede begrenzte Anwendung als bedeutungslos abzutun, nur weil der Roboter keine beliebige menschliche Arbeit übernimmt. Der Leipziger Pilot findet auf Stufe zwei und drei statt und tastet sich an vier heran.
Unser Marktüberblick zu humanoiden Robotern zeigt diese Trennlinie im Bestand: Es gibt echte Hardware, echte Piloten und teilweise echte Kaufmöglichkeiten — und gleichzeitig bleiben viele Systeme von einem allgemein einsetzbaren Humanoiden weit entfernt.
Für einen Mittelständler übersetzt sich das schlicht. Eine plausible Fünfjahresprognose kann Anlass sein, Kompetenz aufzubauen und einen Versuch vorzubereiten. Sie ersetzt keine Entscheidung darüber, welches System heute eine bestimmte Aufgabe übernimmt. Technologiewette und Beschaffung brauchen unterschiedliche Nachweise.

RobCo und Alfie: „ohne Vorabinvestition“ ist eine prüfbare Aussage
Die RobCo-Masterclass ist der konkreteste Robotikpunkt im Programm. Ihre Beschreibung nennt Alfie ausdrücklich und macht zwei Angaben, die sich prüfen lassen: Das System solle sich in bestehende Abläufe einfügen — „ohne Vorabinvestition oder Umbau der Infrastruktur“ — und die Teilnehmer erführen, wie KI-gestützte Anpassung „in realen Lagerumgebungen“ funktioniere.
Beides sind starke Aussagen, und beide sind der interessanteste Teil des Vortrags. „Ohne Vorabinvestition“ heißt nicht ohne Kosten; es beschreibt ein Abrechnungsmodell. Statt einer Anschaffung zahlt der Betrieb eine laufende Rate — im Maschinenbau seit Jahren als Robotics-as-a-Service bekannt.
Für eine Kalkulation verschiebt das die Frage, statt sie zu beantworten. Eine Rate ist erst dann günstig, wenn feststeht, was sie enthält und wie lange sie läuft. Zu klären wären mindestens sechs Posten: der Greifer für das konkrete Werkstück, die Einrichtung der ersten Aufgabe, die Softwarelizenz, Wartung und Verschleißteile, die Erreichbarkeit im Störungsfall und die Umrüstung auf ein zweites Teil. Kommt eine Mindestlaufzeit hinzu, ist die Summe über die Laufzeit die eigentliche Investitionsentscheidung — sie steht nur nicht auf einen Schlag in der Bilanz.
Der Vorteil des Modells liegt woanders und ist echt: Es verschiebt das Risiko. Wer mietet, kann zum Ende der vereinbarten Laufzeit aufhören, wenn die Aufgabe sich als ungeeignet erweist. Wer kauft, sitzt auf einem Gerät. Wie lang diese Laufzeit ist, gehört deshalb in dieselbe Frage wie der Umfang der Rate. Für einen Mittelständler ohne Automatisierungserfahrung ist das ein vernünftiger Einstieg — vorausgesetzt, die Ausstiegsbedingungen stehen im Vertrag und nicht nur in der Präsentation.
„Reale Lagerumgebungen“ ist die zweite prüfbare Angabe. Sie legt nahe, dass Einsätze außerhalb des Labors stattgefunden haben. Belastbar würde sie mit einem benannten Ablauf: Welches Teil wird aufgenommen? Wie stark darf seine Lage abweichen? Was passiert bei einem ungeeigneten Werkstück, einem leeren Behälter, einem unterbrochenen Maschinenzyklus? Wer richtet den nächsten Auftrag ein, und was kann das Kundenteam ohne Spezialisten ändern?
Ein Lager ist dabei nicht dasselbe wie eine Fertigungslinie, und der Unterschied entscheidet über die Übertragbarkeit. Im Lager ist die Umgebung veränderlich, der Takt aber meist weich: Ein Griff, der zwei Sekunden länger dauert, kostet Durchsatz, hält aber keine Linie an. In einer getakteten Fertigung ist es umgekehrt — die Umgebung ist definiert, die Zeit dafür hart. Wer einen Erfolg aus dem Lager hört und an seine Linie denkt, sollte diese Frage zuerst stellen.
Zur Einordnung gehört die Trennung der Produktlinien. Unser Profil zu RobCo und seinem modularen Cobot-Baukasten beschreibt das etablierte Geschäft. Aussagen darüber lassen sich nicht ohne Weiteres auf Alfie übertragen: Eine verfügbare Produktfamilie beweist nicht denselben Liefer- und Einsatzstatus einer neu vorgestellten Lösung. Umgekehrt wäre aus öffentlichen Seiten allein auch nicht zu schließen, dass es keine nicht dokumentierten Erprobungen gibt.

Der Mensch im Hintergrund gehört in die Rechnung
Ungenau wird die Debatte über autonome Systeme immer an derselben Stelle: sobald menschliche Beteiligung entweder verschwiegen oder als Beweis des Scheiterns gewertet wird. Brauchbar ist stattdessen die Frage: Welche Arbeit übernimmt die Maschine, welche bleibt beim Menschen, und trägt diese Aufteilung wirtschaftlich?
Dabei ist zu unterscheiden, was unser Beitrag zu Teleoperation und menschlicher Unterstützung auseinanderhält: Ein unmittelbar ferngesteuerter Roboter ist etwas anderes als ein System, das selbstständig arbeitet und nur im Ausnahmefall Hilfe anfordert. Auch die Überwachung mehrerer Maschinen ist nicht dasselbe wie deren laufende Bedienung.
Für eine Beschaffungsprüfung müssen diese Unterschiede sichtbar werden, und sie lassen sich rechnen. Angenommen, ein System braucht bei jedem zwanzigsten Vorgang Unterstützung, und ein Eingriff dauert drei Minuten. Bei 72 Vorgängen je Stunde sind das etwa 3,6 Eingriffe und knapp elf Minuten menschliche Arbeit pro Betriebsstunde. Eine Person könnte damit rechnerisch fünf solcher Systeme betreuen — solange die Eingriffe nicht gleichzeitig anfallen und sie in der übrigen Zeit tatsächlich etwas anderes tut.
Verschiebt sich die Quote auf jeden fünften Vorgang, kippt dieselbe Rechnung: Dann sind es rund 43 Minuten je Betriebsstunde, und eine Person schafft ein System, nicht fünf. Zwischen beiden Fällen liegt keine technische Kategorie, sondern nur eine Zahl — deshalb ist sie die wichtigste Frage an jeden Anbieter, der von autonomem Betrieb spricht.
Die Rechnung ist bewusst grob und ersetzt keine Messung im eigenen Betrieb. Ihr Zweck ist, die richtige Frage zu stellen: nicht ob ein Mensch beteiligt ist, sondern wie oft, wie lange und für wie viele Maschinen gleichzeitig.
Auch die Vorbereitung zählt. Werden Teile vor jedem Durchlauf geordnet, Daten von Hand bereinigt oder Fehlversuche nachbearbeitet, gehört dieser Aufwand in dieselbe Rechnung. Maßgeblich ist nicht die Zeit, in der sich der Roboter bewegt, sondern die gesamte menschliche Arbeit, die sein Einsatz erfordert. Ein System, das ohne Eingriff läuft, aber zwei Stunden Rüstzeit je Auftragswechsel verlangt, ist in einem Betrieb mit vielen kleinen Losen keine Entlastung.
EnduX: Ein gelieferter Humanoid ist noch keine Dienstleistung
EnduX beschreibt sein Geschäft als Vertrieb und Einführung chinesischer humanoider Systeme, einschließlich Auswahl und Integration. Diese Rolle ist nicht mit der eines Herstellers gleichzusetzen — und genau das ist für einen deutschen Käufer die entscheidende Unterscheidung.
Wie ein Produkt hierher gelangt, haben wir an fünf Marktzugängen chinesischer Robotikhersteller aufgeschlüsselt. Eigene deutsche Gesellschaft, europäischer Distributor, Fachhändler oder zunächst nur Messe- und Pilotprojekte sind wirtschaftlich und rechtlich nicht dasselbe. Für den Anwender zählt am Ende, wer aus der Hardware eine nutzbare Lösung macht und danach erreichbar bleibt.
Bei einem Empfangsroboter beginnt die Bewertung deshalb nicht bei der Menschenähnlichkeit. Besucher begrüßen, den richtigen Ansprechpartner finden und einen vollständigen Vorgang im Unternehmenssystem anlegen sind drei Aufgaben mit drei verschiedenen Anforderungen. Für eine Veranstaltung kann Aufmerksamkeit ein legitimer Nutzen sein; problematisch wird es erst, wenn Reichweite ohne Nachweis als Produktivitätsgewinn ausgegeben wird.
Danach beginnt die Frage, die einen Kauf trägt und die unser Beitrag zu Betrieb, Ersatzteilen und Service in Deutschland ausführt. Wer ist Vertragspartner? Wo sitzt der Service, welche Reaktionszeit gilt, welche Funktion fällt ohne Internetverbindung aus? Erst diese Zuständigkeiten machen deutlich, ob jemand ein Gerät, eine betreute Veranstaltung oder einen dauerhaft betriebenen Dienst kauft.
Gesundheitsrobotik: zwei Vorträge, zwei verschiedene Fragen
Die United Robotics Group steht mit zwei Programmpunkten im Festivalprogramm. Der Beitrag von Gründer und CEO Wassim Saeidi ist als Verbindung von KI und Robotik zur Präzision in der Medizin angekündigt, von OP-Robotern bis zur Automatisierung. Das ist ein anderes Feld als die mobile Klinik- und Laborrobotik, für die das Unternehmen im deutschen Markt bislang bekannter ist.
Diese Trennung ist keine Spitzfindigkeit. Unser Überblick zu Laborrobotern und Laborautomation zeigt, dass feste Automationssysteme in Diagnostiklaboren längst etabliert sind, während mobile Systeme Transport- und Beschickungslücken schließen sollen. Eine gelöste Aufgabe in einem dieser Bereiche belegt nicht die Beherrschung der übrigen.
Wo das Unternehmen erprobt, haben wir eingeordnet: Das Robotikzentrum in Gelsenkirchen ist ein Trainings- und Entwicklungsbereich unter klinikähnlichen Bedingungen — ausdrücklich kein produktiver Pflegebetrieb. Diese Grenze gehört mitgelesen, wenn auf einer Bühne von Einsatz die Rede ist.
Für einen Klinikbetrieb entscheidet ohnehin nicht der Gerätepreis. Was Krankenhausroboter im Betrieb kosten, hängt an Einrichtung, Anbindung an Gebäude und IT, Schulung, Betreuung und Auslastung. Entlastung wäre dann überzeugend, wenn das Team für einen abgegrenzten Ablauf insgesamt weniger Zeit braucht — zusätzliche Wege, Kontrollen und Nacharbeit gehören auf dieselbe Rechnung.

KI-Agenten: erst die Berechtigung, dann die Selbstständigkeit
Eine Masterclass von adesso und CyberDesk trägt den Titel „Die dunkle Seite der KI: Wenn Agenten zu viel wissen“. Hier bewegt sich keine Maschine durch einen Raum, und trotzdem gehört der Punkt in einen Robotik-Vorbericht: Die Steuerungsfragen sind dieselben, sie werden bei Software nur früher sichtbar.
Anschluss findet das bei der Sicherheit von KI-Agenten, und dort heißt der entscheidende Begriff nicht Intelligenz, sondern Berechtigung. Ein Agent, der Angebote zusammenfasst, ist etwas anderes als einer, der eine Bestellung auslöst, einen Lieferanten anlegt oder eine Bankverbindung ändert.
Ein überzeugender Test zeigt deshalb nicht den gelungenen Durchlauf. Er zeigt den doppelt erkannten Auftrag, die unvollständigen Lieferantendaten und die Aktion außerhalb des Budgets — und ob das System anhält, verständlich nachfragt und die richtige Person einbindet. Dazu kommt die Nachvollziehbarkeit: Welche Daten wurden genutzt, unter welcher Identität wurde gehandelt, welche Freigabe lag vor, und lässt sich eine fehlerhafte Änderung zurücknehmen?
Der Unterschied zur Robotik ist am Ende ein physischer, und er entscheidet über den Aufwand: Eine falsche Datenbankänderung lässt sich oft zurückrollen, eine falsche Bewegung nicht. Was daraus für den sicheren Betrieb autonomer Roboter folgt, ist ein eigenes Kapitel.
Haftung und Versicherung beantworten Verschiedenes
Hiscox ist mit einem Beitrag zu KI-Fehlern und ihren Folgen im Programm; gesprochen wird aus der Sicht eines Versicherers für Technologie- und Haftpflichtrisiken. Für die Robotik ist das ein Anlass, zwei Ebenen zu trennen, die regelmäßig vermischt werden.
Die erste Frage lautet, wer bei einem Roboterschaden haftet. Je nach Ursache kommen Betreiber, Vertragspartner, handelnde Personen, Hersteller oder Importeur in Betracht. Eine CE-Kennzeichnung beantwortet das nicht.
Die zweite Frage ist die nach der Deckung, und sie ist eine andere. Warum ein Softwarefehler bei Robotern nicht automatisch ein Fall für eine Cyberversicherung ist, hängt an Verantwortlichkeit, Betriebsbeschreibung und Vertragsbedingungen. Wenn jemand sagt, KI-Risiken seien versicherbar, gehört die Rückfrage dazu: unter welchen Bedingungen, für welche Tätigkeit, mit welchen Ausschlüssen.
Für einen geplanten Pilotbetrieb ist deshalb der tatsächliche Ablauf zu beschreiben, nicht das Etikett. Ein stationärer Arm in einer abgesicherten Zelle ist ein anderes Risiko als ein mobiler Roboter zwischen Kunden. „KI“ ist keine Risikoklasse; die konkrete Handlung ist es. Diese Einordnung ist redaktionell und keine Rechtsberatung.
Das Zertifikat dokumentiert Teilnahme, nicht Befähigung
Der Veranstalter bietet ein „Fit for KI“-Zertifikat an. Nach den veröffentlichten Bedingungen sind mindestens drei entsprechend gekennzeichnete Veranstaltungen zu besuchen, der Nachweis läuft über die Festival-App, und das Zertifikat wird anschließend zugesandt. Welche Sessions gekennzeichnet sind, steht am Programmpunkt selbst — die Masterclass von adesso und CyberDesk trägt die Kennzeichnung, die von RobCo nach dem Stand vom 8. September 2026 nicht. Eine Abschlussprüfung oder staatliche Anerkennung ist darin nicht ausgewiesen.
Gegen Weiterbildung spricht das nicht, im Gegenteil. Es spricht dagegen, einen Teilnahmenachweis mit der Erfüllung betrieblicher Anforderungen gleichzusetzen. Die Europäische Kommission hält in ihren Antworten zur KI-Kompetenz fest, dass kein bestimmtes Zertifikat verlangt wird und Maßnahmen auch intern dokumentiert werden können. Ein Zertifikat ist demnach ein möglicher Beleg, nicht der vorgeschriebene.
Wichtiger als der Nachweis ist die Zuordnung. Wer einen Agenten freigibt, muss dessen Rechte und Grenzen verstehen. Wer Robotik beschafft, muss Betreuungsaufwand und Leistungsnachweise einordnen können. Und wer täglich mit dem System arbeitet, braucht einen verständlichen Umgang mit Abweichungen — das ist eine andere Schulung als die für die Geschäftsführung.
Für einen Betrieb ist die sinnvolle Anschlussfrage deshalb nicht, wie viele Zertifikate im Haus liegen, sondern ob nach dem Besuch jemand benannt ist, der eine konkrete Entscheidung vorbereitet. Ein Name mit einer Aufgabe ist mehr wert als drei Teilnahmebestätigungen ohne Zuständigkeit.

Lohnt sich die Fahrt? Für wen ja, für wen nicht
Zwei Tage sind viel Zeit für einen Betrieb, in dem niemand für KI zuständig ist. Deshalb vorweg die Einschätzung, die ein Vorbericht schuldet: Für ein Fertigungs- oder Logistikunternehmen mittlerer Größe lohnen sich die beiden Tage aus einem Grund — Sie führen an einem Ort mehrere Anbietergespräche, die sich sonst über Monate verteilen, und Sie sehen, wie Anbieter auf unbequeme Fragen reagieren. Die Keynotes können Sie auslassen.
Für wen es sich weniger lohnt: Wer bereits ein konkretes Angebot auf dem Tisch hat und eine zweite Meinung sucht, ist bei einem Integrator besser aufgehoben als auf einer Bühne. Und wer erwartet, Maschinen unter Last laufen zu sehen, sollte vorher fragen — das Festival ist als Konferenz mit sechs Bühnen und Masterclasses angelegt, nicht als Messe mit Hallenbetrieb.
Ein produktiver Besuch braucht kein Fachwissen, sondern ein eigenes Beispiel. Zwei Tage Programm lassen sich schlecht nach Anbietern sortieren; wer dagegen einen Ablauf aus dem eigenen Haus beschreiben kann — welches Teil, welcher Takt, welche Ausnahmen, wer heute daneben steht —, hat einen Maßstab, an dem sich jede Vorführung binnen einer Minute messen lässt.
Drei Fragen reichen am Stand, und wichtiger als die Frage ist, woran Sie eine brauchbare Antwort erkennen.
Erstens: Wie oft muss ein Mensch eingreifen, und wie lange dauert das? Brauchbar ist eine Antwort mit einer Zahl und einem Bezug — „etwa jeder zwanzigste Vorgang, drei Minuten“. Ausweichend ist alles, was mit „in der Regel“ oder „sehr selten“ beginnt.
Zweitens: Was ist in der Rate enthalten, und was kostet die Umrüstung auf ein zweites Werkstück? Brauchbar ist eine Aufzählung samt Mindestlaufzeit. Ausweichend ist „das schauen wir uns dann gemeinsam an“.
Drittens: Wer repariert das Gerät in Deutschland, und was fällt ohne Internetverbindung aus? Brauchbar ist ein Ort, eine Reaktionszeit und eine Funktionsliste. Ausweichend ist ein Verweis auf den Hersteller ohne Adresse.
Wer diese drei stellt, erkennt binnen weniger Minuten, mit wem sich ein zweites Gespräch lohnt. Ein Anbieter, der Grenzen verständlich erklärt, liefert dabei oft mehr Entscheidungswert als einer, der fast jeden Einsatz verspricht.
Der nächste Schritt nach einem guten Gespräch ist keine Bestellung, sondern ein abgegrenzter Versuch mit Ausgangswert, Verantwortlichen und vorher vereinbarten Erfolgskriterien. Dazu gehören auch Bedingungen, unter denen er verändert oder beendet wird — sonst läuft ein Pilot weiter, weil bereits Zeit investiert wurde. Der Leipziger Ablauf gibt dafür die Größenordnung: erster Einsatz, zweiter Testeinsatz, dann Pilotbetrieb, verteilt über gut ein halbes Jahr.
Die erste Entscheidung fällt allerdings vorher und im eigenen Haus: Wer bekommt dieses Thema auf den Tisch, und mit wie viel Zeit? Ohne einen Namen und ein Stundenbudget bleibt auch der beste Messebesuch folgenlos. Ein Zertifikat ersetzt diese Zuordnung nicht.
Dass eine Aufgabe schneller erledigt wird, ist dabei noch keine Ersparnis, wie unser Beitrag dazu zeigt, wie KI die Abrechnung von IT-Dienstleistungen verändert. Ein sinnvoller Vergleich legt denselben Auftrag, dieselbe Qualitätsanforderung und denselben Zeitraum zugrunde — einschließlich Korrekturschleifen und der Arbeit, die intern bleibt.
Auf der technischen Seite entsteht dabei eine Abhängigkeit, die erst später sichtbar wird. Wandern Fähigkeiten von der Maschine in die Software — ein Feld, das unser Profil zu Wandelbots und herstellerübergreifender Robotersoftware beschreibt —, entscheidet die Plattformfrage über die Austauschbarkeit des Anbieters. Lässt sich der Roboter nach Vertragsende weiterbetreiben? Lassen sich Prozessdaten exportieren?
In Leipzig läuft der Maßstab bereits: ein europäischer Anbieter, ein deutsches Werk, eine benannte Aufgabe an der Hochvoltbatterie, seit Dezember 2025 in Stufen hochgefahren. Was daraus an dokumentierten Betriebsdaten folgt, wird mehr über den Stand der verkörperten KI in Deutschland sagen als die Bühne. Bis dahin gilt in Berlin die einfachere Frage: Welche Aufgabe funktioniert anschließend besser — und woran lässt sich das erkennen?
Häufige Fragen
Wann und wo findet das BIG BANG KI Festival 2026 statt?
Am 16. und 17. September 2026 in Berlin, veranstaltet von DUP Media. Im vorläufigen Programm stehen sechs Bühnen sowie Masterclasses und Side Events. Mehr als 350 Speaker und über 11.000 Gäste sind Erwartungen des Veranstalters, keine gezählten Teilnehmerzahlen. Programmstand: 8. September 2026, Änderungen bis zur Veranstaltung sind möglich.
Welche Robotikthemen stehen im Programm?
Fünf Programmpunkte sind für die Robotik einschlägig: eine Keynote von Frank Thelen, eine Masterclass von Henri Felsenstein (RobCo) zu Alfie, das der Hersteller als autonomen Industrieroboter führt, ein Vortrag von Aska Fang Liu (EnduX) zu humanoiden Robotern im Kundenkontakt sowie zwei Beiträge der United Robotics Group mit Wassim Saeidi und Kerstin Wagner. Eine Ankündigung belegt weder einen stattgefundenen Auftritt noch den produktiven Einsatz eines Systems.
Welcher Roboter arbeitet im BMW-Werk Leipzig?
Im Werk Leipzig arbeitet nach Unternehmensangaben seit Dezember 2025 der humanoide Roboter AEON. Gebaut wird er von Hexagon Robotics, der Physical-AI-Sparte des Konzerns Hexagon mit Sitz in Zürich. Auf den operativen Auftakt folgte ein weiterer Testeinsatz im April 2026, für den Sommer 2026 war die volle Einbindung in den Pilotbetrieb vorgesehen. Zuerst unterstützt AEON die Hochvoltbatterie-Montage und die Komponentenfertigung. Angegeben sind 1,65 Meter, 60 Kilogramm und bis zu 2,5 Meter pro Sekunde. Das sind Angaben von BMW und Hexagon, kein von uns geprüfter Betriebsnachweis.
Wie belastbar sind die BMW-Zahlen aus Spartanburg?
Im US-Werk Spartanburg lief 2025 über zehn Monate ein Pilot mit Figure 02 des kalifornischen Anbieters Figure AI. Nach Unternehmensangaben bewegte das System mehr als 90.000 Bauteile und legte rund 1,2 Millionen Schritte in etwa 1.250 Betriebsstunden zurück. Die Aufgabe bestand im Entnehmen und Positionieren von Blechteilen. Die Angaben belegen Dauer, nicht Taktleistung: „mehr als“ ist eine Untergrenze, „rund“ ist gerundet, und in den Betriebsstunden stecken Anlauf, Einrichten und Stillstände. Eine Fehlerquote fehlt ohnehin. Es sind Angaben von BMW zum eigenen Betrieb, keine unabhängig geprüfte Messreihe.
Ist RobCos Alfie ein verfügbares Produkt?
Die Masterclass-Beschreibung nennt Alfie als autonomen Industrieroboter, der sich ohne Vorabinvestition oder Umbau der Infrastruktur in bestehende Abläufe einfügen soll, und spricht von realen Lagerumgebungen. Das sind Angaben aus der Veranstaltungsankündigung. Eine bestimmte, abgenommene Kundeninstallation mit bekannten Betriebsdaten lässt sich daraus nicht ableiten; ebenso wenig, dass es keine nicht öffentlich dokumentierten Erprobungen gibt.
Was bedeutet ohne Vorabinvestition bei einem Robotersystem?
Der Begriff beschreibt ein Abrechnungsmodell, nicht die Abwesenheit von Kosten. Zu klären wäre, was die laufende Rate enthält: Greifer, Einrichtung, Software, Wartung, Support und die Umrüstung auf ein weiteres Werkstück. Ebenso relevant sind Mindestlaufzeit und Abnahmebedingungen. Erst damit wird aus einem Autonomieversprechen eine Grundlage für eine Beschaffungsentscheidung.
Ersetzt das Fit-for-KI-Zertifikat einen Kompetenznachweis?
Nach den veröffentlichten Bedingungen ist der Besuch mehrerer gekennzeichneter Veranstaltungen nachzuweisen; das Zertifikat wird anschließend zugesandt. Eine Abschlussprüfung oder staatliche Anerkennung ist darin nicht ausgewiesen. Ein Teilnahmenachweis dokumentiert Weiterbildung, ist aber nicht mit der Erfüllung betrieblicher Anforderungen beim KI-Einsatz gleichzusetzen.
Worauf sollten Betriebe bei Gesprächen auf dem Festival achten?
Sinnvoll ist ein eigenes, klar beschriebenes Problem statt einer Anbieterliste. Zu fragen wäre, welche Aufgabe abgegrenzt ist, wie häufig und wie lange ein Mensch eingreifen muss, welche Vorbereitung und Nacharbeit anfällt und wer im Schadensfall verantwortlich ist. Der nächste Schritt nach einem guten Gespräch ist ein abgegrenzter Versuch mit Ausgangswert und vorher vereinbarten Erfolgskriterien, nicht eine Bestellung.
Quellen und Stand: Zum Programm, zu den Bühnen und zu allen genannten Personen und Sessiontiteln: vorläufiges Programm des BIG BANG KI Festivals, abgerufen am 8. September 2026 — Keynote Frank Thelen, Masterclass „From Pilot to Production“ mit Henri Felsenstein (RobCo GmbH) samt der Beschreibung zu Alfie, Keynote von Aska Fang Liu (EnduX), die Beiträge von Wassim Saeidi und Kerstin Wagner (United Robotics Group), die Masterclass von Florian Bliesch (adesso SE) und Linus Bothe (CyberDesk) sowie die Keynote von Marc Thamm (Hiscox). Größenordnungen zu Speakern, Gästen und Bühnen nach den Veranstalterangaben; Teilnahmebedingungen nach der Seite zum „Fit for KI“-Zertifikat. Sämtlich Angaben des Veranstalters über die eigene Veranstaltung; das Programm ist als vorläufig gekennzeichnet.
Zu Leipzig und AEON: BMW Group, „First humanoid robot introduced in Plant Leipzig“ — Hexagon Robotics mit Sitz in Zürich, operativer Auftakt im Dezember 2025, weiterer Testeinsatz im April 2026, volle Einbindung in den Pilotbetrieb für den Sommer 2026, zuerst Hochvoltbatterie-Montage und Komponentenfertigung, 1,65 Meter, 60 Kilogramm, bis 2,5 Meter pro Sekunde. Zu Spartanburg und zur Europa-Ankündigung: Pressemitteilung der BMW Group vom 27. Februar 2026 — Pilot mit Figure 02 von Figure AI über zehn Monate, mehr als 90.000 Bauteile, rund 1,2 Millionen Schritte, etwa 1.250 Betriebsstunden, Entnehmen und Positionieren von Blechteilen für einen Schweißprozess. Beides sind Angaben der Unternehmen zum eigenen Betrieb und keine von dieser Redaktion unabhängig geprüften Messreihen.
Zur Produktbezeichnung von Alfie: RobCo, dort als „Autonomous Industrial Robot“ geführt. Einordnung dieser Redaktion sind die Trennung von Ankündigung, Zulassung und Betrieb, die Prüfliste in der Tabelle und die drei Fragen für das Anbietergespräch. Die Ausführungen zu Haftung und Versicherung sind eine redaktionelle Einordnung und keine Rechtsberatung. Alle Quellen abgerufen am 8. September 2026.