Intralogistik & Industrieroboter · Hersteller-Profil
Wandelbots im Check: die Software, die fremde Roboter programmiert
Kurz gesagt: Wandelbots ist ein Software-Unternehmen aus Dresden, gegründet 2017 als Ausgründung der TU Dresden. Die Firma baut selbst keine Roboter. Sie liefert Software, mit der Sie fremde Industrie- und Cobot-Arme von ABB, FANUC, KUKA, Universal Robots und Yaskawa ohne klassisches Programmieren anlernen. Die zwei Kernprodukte heißen TracePen zum Anlernen durch Vormachen und NOVA, ein herstellerübergreifendes Roboter-Betriebssystem. Beides ist im Verkauf, CEO ist Christian Piechnick. Wer den größeren Rahmen sucht, liest bei uns auch, wie KI langsam einen Körper bekommt.
Was Wandelbots wirklich macht: Software, keine Hardware
Der häufigste Irrtum zuerst: Wandelbots baut keine Roboter. Die Firma schreibt die Software, die fremde Roboterarme anlernt und steuert. Der Roboter kommt von ABB, FANUC oder Universal Robots, das Gehirn dahinter liefert Wandelbots. Genau das ist der Kern jedes Missverständnisses in Suchergebnissen und Presse.
Diese Trennung ist keine Wortklauberei, sondern verändert die Einordnung komplett. Ein Roboter-Hersteller verdient an Hardware, an Achsen, Motoren und Greifern. Ein Software-Enabler verdient an Lizenzen und daran, dass Automatisierung leichter wird. Wandelbots gehört klar in die zweite Gruppe, näher an ein Betriebssystem als an eine Maschine.
Der Nutzen zielt auf ein reales Problem der Fabrik. Klassische Roboter-Programmierung braucht Spezialisten, Zeit und herstellereigene Sprachen. Wandelbots will diese Hürde senken, damit auch kleinere Firmen ohne eigene Roboterabteilung anlernen können. Der Anspruch lautet, aus einer Expertenaufgabe eine Aufgabe für die Fachkraft an der Linie zu machen.
| Aspekt | Wert | Quelle / Status |
|---|---|---|
| Art des Unternehmens | Software für herstellerübergreifende Roboter-Programmierung — keine eigene Hardware | wandelbots.com · PRIMÄR |
| Sitz / Herkunft | Dresden; Ausgründung der TU Dresden, Lehrstühle Softwaretechnologie und Kommunikationsnetze | tu-dresden.de · PRIMÄR (Uni-Quelle) |
| Gegründet | 2017 | siliconcanals.com / tracxn.com · sekundär-attribuiert |
| CEO | Christian Piechnick | roboticsandautomationnews.com (2025) · sekundär-attribuiert |
| Produkt 1 | TracePen / Wandelbots Teaching — Anlernen durch Vormachen | control.com / haltian.com · IM VERKAUF |
| Produkt 2 | NOVA — herstellerübergreifendes Roboter-Betriebssystem | wandelbots.com · IM VERKAUF |
| Unterstützte Marken (NOVA) | ABB, FANUC, KUKA, Universal Robots, Yaskawa | docs.wandelbots.io · PRIMÄR (Hersteller-Doku) |
| Größte Runde | Series C rund 84 Mio. US-Dollar | siliconcanals.com (2022) · Herstellerangabe/PM |
Von der TU Dresden zum Software-Player
Wandelbots startete 2017 als Ausgründung der TU Dresden. Die Universität nennt zwei Lehrstühle als Wurzel: Softwaretechnologie und Kommunikationsnetze. Beide liegen in der Informatik, nicht im Maschinenbau. Diese Herkunft erklärt viel: Das Team denkt von der Software her, nicht von der Mechanik. Seit über 8 Jahren dreht sich alles um die Frage, wie man Roboter ohne Code bedienbar macht.
An der Spitze steht Christian Piechnick als CEO, einer der Köpfe aus dem Dresdner Gründerkreis. Die frühen Berichte nennen ein Kernteam rund um die Universität mit mehreren Mitgründern. Die genauen Namen und ihre Zahl schwanken je nach Quelle, deshalb bleiben wir hier bei den belegten Eckdaten. Sitz und Entwicklung sind in Dresden verankert.
Zur Team-Größe kursiert oft die Zahl von über 140 Mitarbeitenden aus 17 Ländern. Dieser Wert stammt aus dem Jahr 2022 und ist damit kein aktueller Stand. Wir führen ihn nur mit diesem Altdatum, weil eine testierte heutige Zahl fehlt. Für ein Software-Haus dieser Größenordnung ist das eine solide, aber keine gigantische Mannschaft.
TracePen und Wandelbots Teaching: Anlernen durch Vormachen
Das erste Produkt ist greifbar: der TracePen, ein Handgerät zum Anlernen. Statt Code zu schreiben, führen Sie den Stift direkt am Werkstück entlang. Die Software zeichnet den Pfad auf und zeigt ihn live auf einem Tablet. Feinjustage ist laut Wandelbots bis in den Sub-Millimeter-Bereich möglich.
Das Prinzip dahinter heißt Teach-by-Demonstration, also Anlernen durch Vormachen. Aus der aufgezeichneten Bewegung erzeugt die Software den herstellerspezifischen Robotercode. Der Anwender braucht dafür keine Roboter-Programmiersprache. Genau das öffnet die Programmierung für Werker, Techniker und kleine Betriebe.
Die typischen Aufgaben liegen in der Fertigung. Genannt werden Inspektion, Pick-and-Place, Kleben, Entgraten und Schweißen. Das sind wiederkehrende Bahn- und Greifaufgaben, wie sie auch beim automatisierten Stapeln von Waren vorkommen. TracePen und Wandelbots Teaching sind kommerziell im Verkauf, kein Laborprojekt.
Der „70-fach schneller“-Claim: was dahintersteckt
Der Werbeslogan zu TracePen ist knackig: Anlernen soll bis zu 70-fach schneller gehen als klassische Programmierung. Aus Stunden würden Minuten. Das klingt stark, und es ist genau deshalb einzuordnen. Diese Zahl ist eine Herstellerangabe, kein unabhängig gemessener Durchschnitt.
Solche Tempo-Werte gelten immer für einen Vergleichsfall, den der Anbieter selbst wählt. Ob es 70-fach, 10-fach oder 3-fach sind, hängt vom Roboter, der Aufgabe und dem Vorwissen ab. Für eine einfache, wiederkehrende Bahn ist ein großer Sprung plausibel. Für komplexe Zellen mit Sensorlogik fällt der Vorteil kleiner aus.
Unsere Lesart bleibt nüchtern: Der Ansatz spart real Zeit, die konkrete Zahl ist Marketing. Nehmen Sie „70-fach“ als Hausnummer für einen gut passenden Fall, nicht als Garantie für Ihre Anwendung. Wer eine Investition rechnet, sollte die Ersparnis am eigenen Prozess testen. Ein Werbewert ersetzt keinen Pilotversuch in der eigenen Halle.
Wandelbots NOVA: das herstellerübergreifende Roboter-OS

Das zweite Produkt ist strategisch das wichtigere. NOVA ist ein herstellerunabhängiges Betriebssystem für Roboter, von Wandelbots als „agnostisch“ bezeichnet. Die Idee: eine Steuer- und Entwicklungsschicht, die über verschiedenen Robotermarken liegt. Sie programmieren einmal, statt für jeden Hersteller eine eigene Welt zu lernen.
Vorgestellt wurde NOVA im November 2024, damals als „erstes agnostisches Betriebssystem für Roboter“ beworben. Das US-Debüt folgte auf der Fachmesse ProMat 2025 in Chicago. Auf der Automatica 2025 in München kam die erweiterte NOVA Cloud dazu. NOVA ist kommerziell verfügbar und wird auch als Cloud-Dienst über den Microsoft Marketplace angeboten.
Der Kerngedanke ist alt und trotzdem selten gelöst: weg vom Hersteller-Lock-in, hin zur offenen Plattform. Ein Betriebssystem für Maschinen ist verwandt mit der Software-Schicht, die auch fahrerlose Transportroboter steuert. Wandelbots setzt genau an dieser Stelle an: nicht am Arm, sondern an der Ebene darüber.
Welche Robotermarken NOVA steuert
Der wichtigste harte Fakt zu NOVA steht in der Hersteller-Doku. Unterstützt werden physische Roboter von ABB, FANUC, KUKA, Universal Robots und Yaskawa. Das sind fünf der größten Namen in Industrie- und Cobot-Robotik. Wer diese Marken im Bestand hat, ist die Zielgruppe der Plattform.
Diese Liste ist der eigentliche Beleg für den Anspruch „herstellerübergreifend“. Ein einzelner Roboterbauer würde nie die Konkurrenz mit ansteuern. Eine unabhängige Software kann und will genau das. So wird ein gemischter Maschinenpark aus mehreren Marken über eine Oberfläche bedienbar. Denselben Weg geht Sereact aus Stuttgart, das seine Greif-KI auf fremde Arme setzt, dort aber für das Greifen statt für die Steuerung.
Die konkreten Modelllisten je Marke liegen in der technischen Dokumentation. Welcher exakte KUKA- oder FANUC-Typ läuft, gehört vor einem Projekt dort geprüft. Für dieselben Greif- und Sortieraufgaben stehen solche Arme oft auch in der automatisierten Lagerkommissionierung. Die Marken-Kompatibilität selbst ist von Wandelbots primär dokumentiert.
NOVA Cloud, SDKs und Sim-to-Real: der Technik-Stack
Unter der No-Code-Oberfläche steckt eine ausgewachsene Entwickler-Plattform. NOVA bringt Software-Bausteine für Python und TypeScript mit, damit Profis eigene Abläufe bauen. Dazu kommt ein Bewegungsplaner namens MAGMA und ein KI-Assistent, den Wandelbots „a.r.c.“ nennt. Diese Schicht richtet sich an Integratoren, nicht nur an Werker.
Ein zweiter Baustein ist die Simulation vor dem echten Einsatz. NOVA nutzt Sim-to-Real über NVIDIA Isaac Sim, also erst virtuell testen, dann real fahren. Das senkt das Risiko teurer Fehler an der laufenden Maschine. Solche KI- und Simulations-Bausteine sind Teil des größeren Software-Stacks moderner Roboter.
NOVA Cloud legt eine Koordinationsebene darüber. Sie soll mehrere Robotersysteme verbinden, simulieren und herstellerübergreifend zusammenspielen lassen. Ausgeliefert wird die Plattform auf Industrie-PC, in virtuellen Maschinen oder über Kubernetes. Als Partner nennt Wandelbots unter anderem Microsoft, NVIDIA und OpenAI sowie Sensorik von Zivid, SICK und Cognex.
Finanzierung und Investoren: was belegt ist
Geld hat Wandelbots über mehrere Runden eingesammelt. Nach Presseangaben gab es eine Series A über 6 Mio. Euro 2018 und eine Series B von rund 30 Mio. US-Dollar um 2020. Die größte und bekannteste Runde ist die Series C. Sie brachte 2022 rund 84 Mio. US-Dollar, umgerechnet etwa 74,35 Mio. Euro.
Die Series C führte Insight Partners an. Mit an Bord waren unter anderem 83North, Microsoft, Next47, Paua Ventures, Atlantic Labs und EQT Ventures. Wichtig zur Einordnung: Microsoft ist hier Investor, nicht der technische Betreiber der Software. „Microsoft-backed“ heißt Kapital, nicht Konzern-Kontrolle.
Zur Gesamtsumme kursiert die Zahl von rund 126 Mio. US-Dollar über mehrere Runden. Diese Angabe stammt nur von einem Daten-Aggregator, nicht von einem Primärbeleg. Wir nennen sie daher als Orientierung, nicht als gesicherte Bilanzgröße. Eine belegte jüngere Runde nach der Series C ist uns nicht bekannt.
Made in Germany: der Deutschland-Bezug
Für den deutschen Markt ist Wandelbots ein interessanter Fall. Hier sitzt ein Software-Anbieter mit Heimatadresse Dresden und Wurzeln an einer deutschen Uni. Die Plattform ist kommerziell verfügbar, also nicht auf die USA beschränkt. Wer in Deutschland automatisieren will, hat einen heimischen Ansprechpartner.
Eine Einschränkung gehört sofort daneben: Wandelbots verkauft keine Roboter. Der Deutschland-Bezug ist „deutscher Software-Enabler“, nicht „deutscher Roboter-Hersteller“. Die Arme selbst kommen weiter aus Japan, Dänemark, der Schweiz oder Deutschland. Wandelbots liefert die Schicht, die diese Arme leichter nutzbar macht.
Als Anwender und Referenzen nennen Wandelbots und die Fachpresse große Namen. Genannt werden unter anderem Volkswagen, BMW, 3M, Schaeffler und Fraunhofer. Das sind Presse- und Herstellerangaben, keine testierte Ist-Nutzung im Tagesbetrieb. Mit Yaskawa besteht zudem eine Partnerschaft für No-Code-Schweißen, vor allem im US-Markt. Wie sich einzelne deutsche Robotik-Ausgründungen wie diese in ein breiteres Transfer-Ökosystem aus Forschung, Testinfrastruktur und Förderprogrammen einordnen, zeigt ein eigener Beitrag zum Robotik-Transfer in Deutschland.
Reifegrad ehrlich: Verkauf gegen Hersteller-Claims
Der belegte Kern ist stark: Beide Produkte sind im Verkauf, nicht im Labor. TracePen und NOVA lassen sich heute lizenzieren, die Marken-Kompatibilität ist dokumentiert. Das ist mehr, als viele gehypte Robotik-Firmen vorweisen können. In diesem Punkt steht Wandelbots auf festem Boden.
Daneben stehen die Werbeaussagen, die Sie auseinanderhalten sollten. „70-fach schneller“, „einmal entwickeln, überall ausrollen“ und „rund 50 % schnelleres Deployment“ sind Herstellerangaben. Sie beschreiben ein Versprechen, keinen unabhängig geprüften Durchschnitt. Zwischen einem echten Verkaufsprodukt und einem Marketing-Wert liegt ein spürbarer Unterschied.
Auch die Kundenliste verdient diese Vorsicht. Prominente Marken als Referenz belegen Interesse und Pilotinteresse, keinen dauerhaften Regelbetrieb. Ein Logo auf einer Folie ist kein testierter Nachweis für monatelangen Serieneinsatz. Reif ist die Software als Produkt; wie tief sie im Alltag steckt, ist von außen schwerer zu belegen.
Im Wettbewerb: Wandelbots gegen PolyScope, ArtiMinds & Co.
Wandelbots steht nicht allein in diesem Feld. Um die Firma einzuordnen, hilft der Blick auf drei andere Ansätze. Universal Robots liefert mit PolyScope eine eigene Programmieroberfläche, aber nur für die eigenen Cobots. ArtiMinds aus Karlsruhe und Bright Machines aus den USA verfolgen wieder andere Wege.
| Anbieter | Ansatz | Hardware-Bindung | Land (DE?) | Status |
|---|---|---|---|---|
| Wandelbots (NOVA / TracePen) | No-Code-Anlernen plus herstellerübergreifendes Roboter-OS mit Dev-Bausteinen | herstellerübergreifend (ABB/FANUC/KUKA/UR/Yaskawa) | DE (Dresden) | IM VERKAUF · PRIMÄR belegt |
| Universal Robots — PolyScope | grafische Cobot-Programmierung am Bediengerät, herstellereigen | nur UR-Cobots (Vendor-Lock-in) | DK (Teradyne) | IM VERKAUF · sekundär |
| ArtiMinds Robotics | Software zum Programmieren, Simulieren und Analysieren von Industrierobotern | mehrere Marken | DE (Karlsruhe) | IM VERKAUF · sekundär |
| Bright Machines | software-definierte Fertigung, KI-gestützte „Microfactories“ | eigene Zellen plus Fremdroboter | US (San Francisco) | IM VERKAUF (Enterprise) · sekundär |
Die Tabelle ist Einordnung, keine Rangliste. PolyScope ist bequem, aber an eine Marke gebunden. ArtiMinds deckt vor allem die Programmier- und Analyse-Seite ab, Bright Machines zielt auf ganze Fertigungslinien. Wandelbots kombiniert das intuitive Anlernen mit einer offenen, markenübergreifenden Plattform — das ist die Besonderheit, aber „Marktführer“ ist damit nicht belegt.
Recht: Software mittelbar, Verantwortung beim Integrator
Roboter-Software berührt die Sicherheitsregeln nur mittelbar. Für die fertige Maschine gilt in der EU die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, verbindlich ab dem 20. Januar 2027. Verantwortlich für die konforme Gesamtanlage ist der Integrator oder Betreiber. Die Programmier-Software allein trägt diese Konformität nicht. Mehr dazu steht in unserem Überblick zu den EU-Regeln für Industrieroboter.
Wandelbots wirbt damit, Robotercode „gemäß aktueller Sicherheitsnormen“ zu erzeugen. Das ist ein Herstellerclaim, keine automatische Konformitätszusage für Ihre Anlage. Wer eine Zelle in Betrieb nimmt, bleibt für Risikobeurteilung, CE-Kennzeichnung und Schutzeinrichtungen zuständig. Software hilft, ersetzt aber nicht die Prüfpflicht des Anwenders.
Bei KI-Funktionen kommt der EU AI Act ins Spiel, bei Personendaten die DSGVO mit Art. 9 und Art. 35. Wandelbots ist kein Medizinprodukt-Hersteller; die MDR ist hier nicht einschlägig. Es geht um Industrie- und Logistik-Automatisierung. Das hier ist Einordnung und keine Rechtsberatung.
Grenzen und offene Fragen
Ein paar Dinge lassen sich sauber nicht abschließend belegen, und das gehört gesagt. Die aktuelle Team- und Standortgröße ist offen, die kursierende Zahl stammt aus 2022. Die Gesamtfinanzierung von rund 126 Mio. US-Dollar steht nur bei einem Aggregator. Und die konkreten Robotermodelle je Marke liegen tief in der Dokumentation.
Auch die Preise sind nicht öffentlich. Wandelbots nennt für NOVA und TracePen keine Listenpreise, der Weg führt über Anfrage und Angebot. Das ist bei Enterprise-Software normal, macht einen schnellen Kostenvergleich aber schwer. Ein Pilot mit klarer Aufgabe ist hier der ehrlichere Maßstab als jede Werbezahl.
Unterm Strich bleibt ein klares Bild. Wandelbots ist ein deutscher Software-Anbieter mit zwei verkauften Produkten und einer echten Idee: offene, herstellerübergreifende Roboter-Programmierung. Die Substanz ist da, die großen Tempo-Versprechen sind Marketing. Wer automatisieren will, prüft den Nutzen am eigenen Prozess statt an der Hausnummer.
Baut Wandelbots eigene Roboter?
Nein. Wandelbots baut keine Roboter-Hardware, sondern die Software dafür. Damit lernen und steuern Sie fremde Industrie- und Cobot-Arme von ABB, FANUC, KUKA, Universal Robots und Yaskawa. Die Firma ist ein Software-Enabler, kein Roboter-Hersteller.
Welche Robotermarken unterstützt Wandelbots NOVA?
Laut der Hersteller-Dokumentation steuert NOVA physische Roboter von ABB, FANUC, KUKA, Universal Robots und Yaskawa. Das sind fünf große Namen in Industrie- und Cobot-Robotik. Die konkreten Modelllisten je Marke stehen in der technischen Doku und gehören vor einem Projekt geprüft.
Was ist der Wandelbots TracePen?
Der TracePen ist ein Handgerät zum Anlernen durch Vormachen. Sie führen den Stift am Werkstück entlang, die Software zeichnet den Pfad auf und erzeugt den Robotercode. Feinjustage ist laut Wandelbots bis in den Sub-Millimeter-Bereich möglich. Typische Aufgaben sind Inspektion, Pick-and-Place, Kleben, Entgraten und Schweißen.
Ist Wandelbots wirklich 70-fach schneller?
„Bis zu 70-fach schneller“ ist eine Herstellerangabe, kein unabhängig gemessener Durchschnitt. Der Wert gilt für einen gut passenden Vergleichsfall und hängt von Roboter, Aufgabe und Vorwissen ab. Der Zeitgewinn ist real, die konkrete Zahl sollten Sie am eigenen Prozess prüfen.
Was kostet Wandelbots?
Öffentliche Listenpreise für NOVA und TracePen gibt es nicht. Wandelbots vertreibt beides über Anfrage und individuelles Angebot, wie bei Enterprise-Software üblich. Ein belastbarer Kostenvergleich braucht deshalb ein konkretes Angebot für die eigene Anwendung.
Wo sitzt Wandelbots?
Wandelbots sitzt in Dresden und ist eine Ausgründung der TU Dresden aus den Lehrstühlen Softwaretechnologie und Kommunikationsnetze. Die Firma wurde 2017 gegründet. Der Deutschland-Bezug ist stark, aber als deutscher Software-Anbieter, nicht als Roboter-Hersteller.
Wer ist der CEO von Wandelbots?
CEO ist Christian Piechnick, einer der Köpfe aus dem Dresdner Gründerkreis rund um die TU Dresden. Die Namen und die genaue Zahl der Mitgründer schwanken je nach Quelle. Belegt und stabil ist die Rolle von Piechnick als Geschäftsführer.
Braucht man Programmierkenntnisse für Wandelbots?
Für das Anlernen mit TracePen brauchen Sie keine Roboter-Programmiersprache; Sie führen die Bewegung vor. Wer tiefer eingreifen will, nutzt die Entwickler-Bausteine von NOVA für Python und TypeScript. Der Ansatz reicht so von der Werker-Bedienung bis zur Integrator-Entwicklung.
Was ist der Unterschied zwischen NOVA und PolyScope?
PolyScope von Universal Robots ist eine herstellereigene Oberfläche und funktioniert nur mit UR-Cobots. NOVA von Wandelbots ist herstellerübergreifend und steuert Marken wie ABB, FANUC, KUKA, UR und Yaskawa. NOVA zielt also auf gemischte Maschinenparks statt auf eine einzelne Marke.
Ist Wandelbots im Verkauf?
Ja. TracePen und NOVA sind kommerziell verfügbar, NOVA wird auch als Cloud-Dienst über den Microsoft Marketplace angeboten. Das ist mehr als ein Laborstatus. Werbeaussagen zu Tempo und Nutzen bleiben aber Herstellerangaben.
Ist Wandelbots ein Medizinprodukt-Hersteller?
Nein. Wandelbots liefert Software für Industrie- und Logistik-Automatisierung, kein Medizinprodukt. Die MDR ist hier nicht einschlägig. Relevant sind je nach Fall die EU-Maschinenverordnung 2023/1230, der EU AI Act und die DSGVO.
Quellen & Stand: wandelbots.com und docs.wandelbots.io (Ausrichtung, NOVA, unterstützte Marken), tu-dresden.de (Ausgründung 2017, Lehrstühle Softwaretechnologie und Kommunikationsnetze), siliconcanals.com und tracxn.com (Gründung 2017, Finanzierung), roboticsandautomationnews.com (CEO, ProMat 2025, NOVA Cloud), control.com und haltian.com (TracePen, 70-fach-Claim), businesswire.com (NOVA-Vorstellung 2024), marketplace.microsoft.com (SaaS-Verfügbarkeit). Finanzierungs- und Nutzen-Angaben sind Hersteller- bzw. Presseangaben und an der Primärquelle zu prüfen; die Gesamtsumme von rund 126 Mio. US-Dollar stammt nur von einem Aggregator. Kundenreferenzen sind Presse-/Herstellerangaben, keine testierte Ist-Nutzung. Diese Einordnung ist redaktionell und keine Kauf-, Anlage- oder Rechtsberatung. Stand: 13. August 2026.