Vierbeiniger Roboter im Foyer eines Bürogebäudes, seitlich vor einer Betonstufe

Roboterhunde · Modellporträt

Unitree Go2: Was AIR, PRO, X und EDU wirklich unterscheiden

Stand 7. September 2026 · Lesezeit 13 Minuten · Modellporträt

Kurz gesagt: Der Unitree Go2 kommt in vier Ausführungen — AIR, PRO, X und EDU —, und sie unterscheiden sich weniger im Preis als im Können. Bei der günstigsten führt der Hersteller Rechenleistung, 4G-Modul und Entwicklungszugang als nicht enthalten. Die Preise des Herstellers gelten ohne Steuer und Fracht, Stand 6. September 2026, ohne Gewähr; in Deutschland können sie abweichen. Schutzart, Betriebstemperatur und Ladezeit sind auf den geprüften Herstellerseiten nicht angegeben. Wer damit einen Inspektionsrundgang plant, prüft deshalb zuerst diese Leerstellen und erst danach das Angebot.

Was auf der Messe läuft und was im Datenblatt steht

Auf der Messe sieht die Vorführung gut aus. Das Gerät steht auf, dreht sich, nimmt eine Stufe. Im Büro stellt sich die Frage anders, und Ihre Geschäftsführung stellt sie genau so: Trägt diese Maschine einen Inspektionsrundgang, und wenn ja, in welcher Ausführung?

Die Herstellerangaben sind nüchtern. Stehend misst der Go2 70 × 31 × 40 Zentimeter, geduckt 76 × 31 × 20 Zentimeter, mit Akku wiegt er etwa 15 Kilogramm. Zwölf Gelenkmotoren bewegen ihn, ebenfalls Herstellerangabe.

Vier Ausführungen stehen dort nebeneinander: AIR, PRO, X und EDU. Alle vier stehen im Verkauf. Maße, Masse und Motorenzahl teilen sie sich, und damit endet die Gemeinsamkeit weitgehend. Zum Zweck schreibt der Hersteller einen einzigen Satz: „This product is a civilian robot.“ Das ist die Zweckangabe des Herstellers, kein Prüfvermerk.

Vergleich der vier Go2-Varianten AIR, PRO, X und EDU nach Preis, Rechenleistung, Mobilfunk, Entwicklungszugang und Ladestation
Preis, Rechenleistung, Mobilfunk, Entwicklungszugang und Ladestation je Variante; „nein“ heißt, dass die Herstellertabelle die Zeile als nicht enthalten führt, nicht dass die Maschine es nicht könnte. KI-generierte Illustration (Symbolbild). Die dargestellten Werte stammen aus den im Quellenblock genannten Belegen; die Gestaltung ist redaktionell. Herstellerangaben, abgerufen am 6. September 2026, Preise ohne Steuer und Fracht, ohne Gewähr.

Vier Varianten, vier Fähigkeitsstufen

Wer die vier Ausführungen nach dem Preis sortiert, ordnet sie falsch. Der Preis steigt, das ist unstrittig. Für eine Inspektionsaufgabe entscheiden jedoch vier Zeilen weiter unten in derselben Tabelle: Rechenleistung, Sekundärentwicklung, Kompatibilität mit einer Ladestation und das 4G-Modul. Genau diese vier führt der Hersteller bei der günstigsten Ausführung als nicht enthalten.

Zeile AIR PRO X EDU Quelle (Herstellerangabe, 06.09.2026)
Preis ohne Steuer und Fracht 1.600 USD 2.800 USD 4.500 USD kein Preis genannt Produktseite, Zeile „Price“, ohne Gewähr
Nutzlast ≈ 7 kg (max. ~10) ≈ 8 kg (max. ~10) ≈ 8 kg (max. ~12) ≈ 8 kg (max. ~12) Zeile „Payload“
Geschwindigkeit 0–2,5 m/s 0–3,5 m/s 0–3,7 m/s (max. ~5) 0–3,7 m/s (max. ~5) Zeile „Speed“, im Labor gemessen
Steigwinkel / Stufe 30° / ~15 cm 40° / ~16 cm 40° / ~16 cm 40° / ~16 cm Zeilen „Max Climb Angle“, „Drop Height“
Rechenleistung nicht enthalten Achtkern-CPU Achtkern-CPU Achtkern-CPU Zeile „Basic Computing Power“, Fußnote [4]
Hochleistungsmodul nicht enthalten nicht enthalten nicht enthalten mehrere Marken und Modelle Zeile „High computing power module“
Sekundärentwicklung nein nein teilweise ja Zeile „Secondary development“, Fußnote [6]
Ladestation-Kompatibilität nicht enthalten nicht enthalten enthalten enthalten Zeile „Charging Pile Compatibility“
Handcontroller nicht enthalten nicht enthalten enthalten enthalten Zeile „Manual controller“
4G-Modul mit GPS nicht enthalten enthalten enthalten enthalten Zeile „4G module (with GPS)“
Akku serienmäßig 8.000 mAh 8.000 mAh 8.000 mAh 15.000 mAh Zeile „Smart battery“
Laufzeit etwa 1–2 h etwa 1–2 h etwa 1–2 h etwa 2–4 h Zeile „Battery life“
Garantie 6 Monate 12 Monate 12 Monate 12 Monate Zeile „Warranty period“

Im Shop bestellbar sind Air und Pro je mit und ohne Controller sowie X mit Controller. Für die EDU-Variante nennt der Hersteller keinen Preis und verweist auf den Vertrieb. Ausgerechnet die Ausführung, die in der Tabelle am meisten kann, ist damit die einzige, deren Kosten Sie nicht nachlesen können.

Vier Angaben, die der Hersteller auf den geprüften Seiten nicht macht: Schutzart, Temperaturbereich, Lärmwert und Wartungsintervall
Diese vier Angaben stehen auf den geprüften Herstellerseiten nicht — das ist eine Aussage über die Unterlagen, nicht über die Maschine. KI-generierte Illustration (Symbolbild). Die Darstellung gibt wieder, welche Angaben fehlen; die Gestaltung ist redaktionell.

Was der Hersteller nicht angibt

Vier Angaben fehlen, und alle vier brauchen Sie für eine Einsatzfreigabe.

Eine Schutzart nach IP-Klasse, ein Betriebstemperaturbereich, ein Lärmwert und ein Wartungsintervall sind auf den geprüften Herstellerseiten nicht angegeben. Geprüft wurden am 6. September 2026 die Produktseite und der Herstellershop, gezielt nach diesen vier Größen. Handbücher, Downloadbereiche und Händlerunterlagen gehörten nicht zum Suchraum.

Das ist keine Aussage über die Maschine, sondern eine über die Papierlage. Was nicht dasteht, kann existieren — nur eben nicht als Zusage. Auf einem Außengelände hat das eine unmittelbare Folge: Regen, Staub und Frost bleiben ohne Schutzart und Temperaturbereich ein Restrisiko, das jemand tragen muss.

Vor einer Bestellung ist das die kürzeste Frage an den Vertrieb: Liegt ein Blatt mit IP-Klasse, Temperaturbereich, Schallpegel und Wartungsintervall vor? Kommt darauf keine Antwort mit Dokument, ist das selbst ein Befund.

Wie autonom das Gerät wirklich ist

Zwei Sätze derselben Herstellerseite gehören nebeneinander gelesen. Auf der Seite stehen sie weit auseinander.

Der erste bewirbt die Kartierung: „With L2 LiDAR and a dedicated App, you can construct point cloud map within a certain area, and specify a path for Go2 to move autonomously.“ In einem begrenzten Bereich lässt sich also eine Punktwolke aufnehmen und ein Pfad vorgeben, den das Gerät abfährt.

Der zweite steht im Fußnotenblock: „Limited to the current technique and computing power resources, part of function shall be realized human operation or secondary development.“ Ein Teil der Funktionen setzt demnach menschliche Bedienung oder Eigenentwicklung voraus. Welche Funktionen gemeint sind, sagt der Satz nicht.

Für die Planung eines Rundgangs ist das der wichtigste Vorbehalt, denn er stammt vom Hersteller selbst. Ein Betriebskonzept, das eine unbeaufsichtigte Runde voraussetzt, stünde auf einer Annahme, die die Quelle ausdrücklich einschränkt. Hinzu kommt die Staffelung: Funk-Ortungsmodul und Begleitsystem ISS 2.0 führt die Tabelle erst ab PRO. Was ein vierbeiniger Roboter grundsätzlich leistet, ist ohnehin eine Frage an die Geräteklasse.

Rechenleistung und Entwicklungszugang

Die Tabelle führt die Rechenleistung bei AIR als nicht enthalten. PRO, X und EDU nennt sie mit einer Achtkern-CPU. Ein Hochleistungsmodul führt der Hersteller nur für EDU, dort mit dem Hinweis auf mehrere Marken und Modelle.

Die zugehörige Fußnote ordnet der Achtkern-CPU genau die Modi zu, um derentwillen das Gerät geprüft wird: erweiterter Modus, KI-Modus und 3D-Kartierung mit dem LiDAR. Damit hängt die beworbene Kartierfunktion an einer Ausstattungszeile, die der Hersteller für eine der vier Varianten als nicht enthalten führt. Was daraus im Betrieb folgt, schreibt der Hersteller nicht aus.

Ähnlich gestaffelt ist der Entwicklungszugang. In der Zeile „Secondary development“ steht für AIR und PRO ein Nein, für X ein Teilweise, für EDU ein Ja; die Fußnote verweist auf ein eigenes Entwicklungshandbuch. Sollen Bilder und Positionen in Ihre eigene Auswertung wandern, entscheidet diese Zeile über die Machbarkeit — nicht der Preis.

Was der Preis nicht enthält

Für die drei bestellbaren Ausführungen nennt der Hersteller 1.600, 2.800 und 4.500 US-Dollar, ausdrücklich ohne Steuer und Fracht. Stand ist der 6. September 2026, ohne Gewähr, und in Deutschland kann der Betrag abweichen.

Dazu kommt die Fracht. Der Shop nennt „Shipping costs between $399 and $1000“ und schränkt auf derselben Seite ein, wegen gestiegener Logistikkosten müsse man die Versandsätze für einige Länder vorübergehend anheben. Ob Deutschland dazuzählt, sagt die Quelle nicht. Die Spanne ist damit eine Angabe unter Vorbehalt.

Der dritte Posten steht in den Versandhinweisen: „Customer is responsible for all applicable customs duties, taxes, and import clearance in accordance with local regulations.“ Einfuhrabgaben, Steuern und Zollabwicklung liegen danach bei der Käuferin.

Wer bei AIR oder PRO einen Handcontroller braucht, rechnet ihn hinzu, denn enthalten ist er dort nicht. Die Bezugswege selbst behandelt unsere Kaufberatung für Roboterhunde.

Verfügbarkeit in Deutschland

In den geprüften Herstellerquellen findet sich kein deutscher Händler und keine Preisangabe für Deutschland. Der Suchraum war eng: nur die Produktseite und der Herstellershop, beide am 6. September 2026; abgefragt wurden weder Handelsregister noch Händlerverzeichnisse noch Suchmaschinen. Aus dieser Lücke folgt deshalb nichts über den deutschen Markt.

Der Shop hat eine Auswahl, die sich leicht als Lieferzusage lesen lässt. Sie ist mit „Currency“ überschrieben, und jeder Eintrag trägt den Zusatz „(USD $)“, auch „Germany (USD $)“. Der Schalter wählt die Währung. Was aus der Auswahl eines Landes im Shop handelsrechtlich folgt, behandeln wir an anderer Stelle.

Handfest ist dagegen die zehnte Fußnote der Produktseite: „The 4G function of non-Chinese mainland version will only support 43 European countries (except Ukraine), and some Asian regions.“ Welche 43 Länder gemeint sind, zählt der Hersteller nicht auf. Setzt Ihr Betriebskonzept auf die Mobilfunkverbindung, ist das die Frage, die vor der Bestellung schriftlich beantwortet sein will.

Lieferstatus beim Hersteller

Die Terminfrage beantwortet der Shop nur halb. Auf der Produktseite steht „Order now and ship within 1 months“ — seitenweit und ohne Bindung an eine Ausführung. In der Variantenauswahl steht dagegen, „Unitree Go2 – Go2 Pro(without controller) is backordered and will ship as soon as it is back in stock.“ Der Shop führt diese Ausführung also als rückständig, ohne Termin.

Beides zusammen ergibt keine Zusage, weil die eine Angabe der Seite gilt und die andere ihr für eine konkrete Ausführung widerspricht.

Ähnlich uneindeutig ist die Preisdarstellung, abgerufen am 6. September 2026. In der Kategorieliste steht „From $1,600.00 USD“, auf der Produktseite „$2,800.00 USD“, und die Variantenauswahl führt keine Einzelpreise. Beide Angaben stammen vom Hersteller, ohne Gewähr. Wer den Shop öffnet, sieht zuerst den Preis der vorgewählten Ausführung. Für eine Bedarfsmeldung mit Termin heißt das: Preis und Liefertermin kommen aus dem Vertriebskontakt, nicht aus der Seite.

Betriebszeit und Laden

Serienmäßig nennt der Hersteller 8.000 mAh, bei EDU 15.000 mAh. Den größeren Akku bewirbt er zusätzlich als Option. Ob er für die übrigen Ausführungen bestellbar ist, sagt er nicht.

Bei der Laufzeit widerspricht sich die Seite. Die Kopfzeile wirbt mit „Approx. 2h—4h (Long battery life measured in real life)“. Die Tabelle nennt in der jeweiligen Spalte etwa 1 bis 2 Stunden für AIR, PRO und X und etwa 2 bis 4 Stunden für EDU. Dass die Tabelle variantenscharf ist und die Kopfzeile nicht, ist unsere Einordnung.

Die zweite Hälfte der Taktung fehlt ganz. Eine Ladezeit nennt der Hersteller nicht. Belegt ist nur die Leistung des Ladegeräts: 33,6 Volt und 3,5 Ampere serienmäßig, bei EDU 9 Ampere als Schnellladung. Für die übrigen Varianten mit dem großen Akku macht er keine Laufzeitangabe. Solange die Ladezeit fehlt, lässt sich ein fester Rundgangstakt nur schätzen — und eine Schätzung trägt keine Beschaffung.

Ersatzteile, Erreichbarkeit, Stillstand

Was passiert, wenn das Gerät steht?

Der Shop führt einen Akku ab 500 US-Dollar, ein Ladegerät ab 100 US-Dollar und Motoren. Den Handcontroller nennt er mit 300 US-Dollar, dort ohne das „From“, das bei Akku und Ladegerät steht; alle Angaben mit Stand 6. September 2026, ohne Gewähr. Zum Ersatzakku nennt der Shop keine Kapazität, sodass offenbleibt, welche der beiden Größen geliefert wird. Die Garantie ist gestaffelt: für AIR gibt der Hersteller 6 Monate an, für PRO, X und EDU je 12 Monate.

Einen Servicepartner und eine Bearbeitungsdauer nennt weder die Produktseite noch der Shop; die Blöcke „Professional Service“ und „Tech Support“ bleiben ohne Inhalt. Für die Rücksendung steht dagegen ein klarer Satz: „If the goods are returned without customs clearance, you will need to pay the freight again.“ Wird die Ware ohne Zollabfertigung zurückgeschickt, fällt die Fracht danach ein zweites Mal an. Als Kontakt nennt der Shop eine E-Mail-Adresse, eine Telefonnummer mit chinesischer Vorwahl, den Sitz in Hangzhou und ein WeChat-Zeitfenster von Montag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr in der Zeitzone UTC+8. Was daraus für den laufenden Betrieb folgt, ordnet unser Beitrag zu Betrieb und Service in Deutschland ein.

Was das Gerät nach außen sendet

Welche Sensorik an Bord ist, führt die Tabelle knapp: eine HD-Weitwinkelkamera für alle vier Varianten, eine Tiefenkamera nur für EDU. Dazu kommt die App: „A new App realizes HD image transmission and real-time remote monitor. Built-in 4G and eSIM enables more stable connection and remote control.“ Die dritte Fußnote schränkt das ein — Übertragung und Qualität schwankten je nach Netzumgebung erheblich.

Für die Aktualisierung gilt ein eigener Satz: „With user authorisation, the robot automatically connects to a cloud-based OTA service to upgrade its own programs.“ Eine Freigabe durch die Nutzerin nennt der Satz ausdrücklich. Ob damit mehr gemeint ist als eine Bedienhandlung im Gerät, sagt die Quelle nicht.

Offen bleibt die Frage, die auf fremdem Gelände zuerst gestellt wird. Ob sich Kamera und Mobilfunk abschalten lassen, sagt der Hersteller nicht. Für eine Begehung im Werk eines Kunden hängt daran die Freigabe, denn ist für den geplanten Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Artikel 35 DSGVO erforderlich, fehlt ohne diese Auskunft eine ihrer Grundlagen — und damit auch die Basis für eine belastbare Zusage. Was ein Aktualisierungsvorgang rechtlich aus einem Produkt macht, ist eine eigene Frage und anderswo behandelt.

Wer in der EU ansprechbar ist

Ein Punkt entscheidet später über jede Rückfrage zu Unterlagen: Wen erreichen Sie in der Union?

Ein Online-Angebot, das sich an Käufer in der Union richtet, gilt rechtlich als hier bereitgestellt; dafür genügt nach Artikel 6 der Marktüberwachungsverordnung (EU) 2019/1020, dass der Anbieter seine Tätigkeit in irgendeiner Weise auf einen Mitgliedstaat ausrichtet. Soweit ein Produkt einem der in Absatz 5 genannten Rechtsakte unterliegt, darf es nach Artikel 4 Absatz 1 nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn ein in der Union niedergelassener Wirtschaftsakteur für die dort genannten Aufgaben verantwortlich ist. Nach Absatz 4 sind Name, eingetragener Handelsname oder eingetragene Handelsmarke und die Kontaktdaten einschließlich der Postanschrift dieses Wirtschaftsakteurs auf dem Produkt, seiner Verpackung, dem Paket oder in einem Begleitdokument anzugeben. Absatz 5 begrenzt das auf bestimmte Rechtsakte, darunter die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und die Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU; maßgeblich ist die konsolidierte Fassung vom 12. August 2026. Ob der Go2 unter einen dieser Rechtsakte fällt, sagt keine der geprüften Quellen.

Die Pflicht trifft den Wirtschaftsakteur, nicht die Käuferin. Für den Wareneingang heißt das praktisch: auf dem Produkt, auf der Verpackung und in den Begleitpapieren nach einer Anschrift in der Union sehen. In den geprüften Quellen findet sich keine; die einzige dort genannte Anschrift liegt in Hangzhou. Das Gerät selbst und seine Begleitdokumente lagen uns nicht vor. Ob ein Eigenimport zum Eigenbedarf unter den Einführerbegriff fällt, beantwortet die Verordnung nicht.

Ob das Gerät CE-gekennzeichnet ist, sagt keine der geprüften Quellen. Welches Rechtsregime ab wann greift, ordnet unser Beitrag zur EU-Maschinenverordnung ein.

Wer welche Rolle als Wirtschaftsakteur trägt, steht im Beitrag zu Messevorführung und Marktkonformität. Beide Einordnungen sind redaktionell und keine Rechtsberatung.

Für Inspektion geeignet?

Für einen dokumentierten Rundgang mit eigener Auswertung fallen AIR und PRO aus der Betrachtung: Bei AIR führt der Hersteller Rechenleistung, 4G-Modul, Folgesystem und Entwicklungszugang als nicht enthalten, bei PRO steht in der Zeile zum Entwicklungszugang ein Nein, und die Kompatibilität mit einer Ladestation weist die Tabelle erst ab X aus. X liegt in der Mitte: Achtkern-CPU, Controller enthalten, Kompatibilität mit einer Ladestation, Entwicklungszugang teilweise. EDU führt in jeder dieser Zeilen den vollen Eintrag, nennt aber keinen Preis. Die Entscheidung steht damit nicht zwischen teuer und günstig, sondern zwischen zwei Risiken — einer Ausführung, deren Grenzen Sie kennen, und einer, deren Kosten Sie nicht kennen.

Gegen eine Beschaffung spricht in beiden Fällen dasselbe: keine Schutzart, kein Temperaturbereich, keine Ladezeit, kein benannter Reparaturweg und keine Anschrift in der Union in den geprüften Quellen. Ob eine Ladestation überhaupt beziehbar ist, sagt der Hersteller ebenfalls nicht, obwohl die Tabelle die Kompatibilität ab X führt. Schließen lässt sich das nur über den Vertrieb, schriftlich und vor der Bestellung; wie diese Antwort ausfällt, ist selbst ein Auswahlkriterium.

Ob ein laufender Roboter für Ihre Aufgabe die richtige Bauform ist, klärt der Vergleich der Inspektionsroboter.

Quellen und Stand: Alle Geräteangaben stammen von der Produktseite des Herstellers, unitree.com/go2 (Variantentabelle, Fußnoten, Zweckbestimmung), und aus dem Herstellershop, shop.unitree.com, Produktseite „Unitree Go2“ (Bestellbarkeit, Versand- und Zollhinweise, Rückstandsvermerk, Zubehörpreise, Kontaktangaben). Beide abgerufen am 6. September 2026, Preise ohne Gewähr. Rechtsstand: Verordnung (EU) 2019/1020, konsolidierte Fassung vom 12. August 2026, Artikel 6 sowie Artikel 4 Absätze 1, 4 und 5. Einordnung dieser Redaktion sind die Gegenüberstellung von Werbe- und Vorbehaltssatz, die Bewertung der Variantenstaffel und der Hinweis auf die variantenscharfe Laufzeitzeile.

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fluxlane Redaktion

Wir prüfen Aussagen über Roboter und Physical AI gegen das, was Hersteller, Behörden und Betreiber selbst dokumentieren — mit Datum, Status und benannter Quelle.

Was kostet der Unitree Go2 wirklich, wenn Fracht und Einfuhr dazukommen?

Der Hersteller nennt 1.600, 2.800 und 4.500 US-Dollar ohne Steuer und Fracht, Stand 6. September 2026, ohne Gewähr; in Deutschland kann das abweichen. Für den Versand nennt der Shop eine Spanne von 399 bis 1.000 US-Dollar und behält sich vor, die Sätze für einige Länder vorübergehend anzuheben; ob Deutschland dazuzählt, sagt die Quelle nicht. Einfuhrabgaben, Steuern und Zollabwicklung liegen nach seinen Angaben bei der Käuferin.

Welche Go2-Variante brauche ich für Inspektionsaufgaben?

Das entscheidet die Zeile zur Sekundärentwicklung, nicht der Preis. Bei AIR und PRO steht dort ein Nein, bei X ein Teilweise, bei EDU ein Ja. Wer Bilder und Positionen in eine eigene Auswertung übernehmen will, kommt an X oder EDU nicht vorbei; für EDU nennt der Hersteller allerdings keinen Preis.

Welche Schutzart hat der Unitree Go2?

Eine IP-Schutzart ist auf den geprüften Herstellerseiten nicht angegeben, ebenso wenig ein Betriebstemperaturbereich, ein Lärmwert oder ein Wartungsintervall. Geprüft wurden am 6. September 2026 die Produktseite und der Herstellershop. Das ist eine Aussage über die veröffentlichten Unterlagen, nicht über das Gerät.

Was heißt es, dass die Rechenleistung bei der AIR-Variante nicht enthalten ist?

Die Tabelle führt die Achtkern-CPU erst ab PRO. Die Fußnote zur CPU ordnet ihr den erweiterten Modus, den KI-Modus und die 3D-Kartierung mit dem LiDAR zu. Welche dieser Funktionen der AIR-Variante im Betrieb zur Verfügung stehen, schreibt der Hersteller nicht aus.

Warum veröffentlicht Unitree für die EDU-Variante keinen Preis?

Eine Begründung nennt der Hersteller nicht. In der Preiszeile steht für EDU statt eines Betrags der Verweis auf den Vertrieb, und im Shop ist diese Ausführung nicht mit Preis hinterlegt. Für eine Budgetplanung heißt das, dass die Größenordnung erst aus einem Angebot hervorgeht.

Was kostet ein Ersatzakku, und wie lange gilt die Garantie je Variante?

Der Shop führt einen Akku ab 500 US-Dollar und ein Ladegerät ab 100 US-Dollar, Stand 6. September 2026, ohne Gewähr; eine Kapazität nennt er zum Ersatzakku nicht. Die Garantie gibt der Hersteller mit 6 Monaten für AIR und je 12 Monaten für PRO, X und EDU an.

Funktioniert das Mobilfunkmodul des Go2 in Deutschland?

Die zehnte Fußnote der Produktseite sagt, die 4G-Funktion der Version außerhalb des chinesischen Festlands unterstütze 43 europäische Länder mit Ausnahme der Ukraine sowie einige asiatische Regionen. Welche 43 Länder gemeint sind, zählt der Hersteller nicht auf. Aus der Quelle geht die Antwort deshalb nicht hervor; sie gehört vor der Bestellung schriftlich geklärt.

Kann der Go2 einen Rundgang selbstständig abfahren?

Der Hersteller bewirbt, dass sich mit dem LiDAR und der App in einem begrenzten Bereich eine Punktwolke aufnehmen und ein Pfad vorgeben lässt. Im Fußnotenblock derselben Seite steht jedoch, ein Teil der Funktionen setze menschliche Bedienung oder Eigenentwicklung voraus. Welche Funktionen das sind, bleibt offen.

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