Serviceroboter · Profil
BellaBot & Pudu Robotics: Specs, Preis und was der Serviceroboter wirklich kann
Kurz gesagt: BellaBot ist der bekannteste Serviceroboter des chinesischen Herstellers Pudu Robotics, gegründet 2016 in Shenzhen. Er trägt auf vier Tabletts bis zu 40 kg und navigiert per Dual-SLAM mit LiDAR und Kameras. In Deutschland gibt es ihn über mehrere Distributoren. Händler nennen grob 14.990 bis 16.900 Euro für den Kauf oder ab rund 286 Euro Leasing im Monat, ohne Gewähr und Stand 08/2026. Er serviert und räumt zu, ersetzt aber keine Servicekraft.
Was ist BellaBot — und wer ist Pudu Robotics?
Prüfen Sie für Ihr Haus, ob sich ein Servierroboter lohnt, dann geht es früher oder später um BellaBot, den bekanntesten Serviceroboter des chinesischen Herstellers Pudu Robotics. Das Unternehmen sitzt in Shenzhen und wurde 2016 gegründet. Der Roboter fährt auf vier Tabletts Speisen von der Küche zum Tisch, und sein Katzengesicht hat ihn zum Aushängeschild der ganzen Branche gemacht.
Er ist ein Läufer, kein Kellner. Er trägt und stellt zu, er nimmt aber keine Bestellung auf und berät niemanden. Die Grundlagen der Gattung erklärt der Überblick zu Servicerobotern und ihren Klassen.
Pudu zählt zu den größten Anbietern im Feld. BellaBot ist im Verkauf, über mehrere Distributoren erhältlich und läuft in Deutschland längst im Regelbetrieb, vor allem in Gastronomie und Handel.
Technische Daten BellaBot

Die Werte in der Tabelle stammen von der Pudu-Produktseite und sind Herstellerangaben. Sie beschreiben den Serienstand, wie ihn der Hersteller offiziell nennt. Drittshops führen teils abweichende Zahlen, die hier bewusst außen vor bleiben.
| Merkmal | Wert (Herstellerangabe) |
|---|---|
| Hersteller | Pudu Robotics, Shenzhen, gegründet 2016 |
| Höhe | 129 cm |
| Eigengewicht | 55 kg |
| Tabletts | 4 Ebenen, je bis 10 kg |
| Max. Zuladung | 40 kg gesamt |
| Navigation | Dual-SLAM (LiDAR + visuell), 3 RGBD-Kameras |
| Hinderniserkennung | ab 0,5 s Reaktionszeit |
| Geschwindigkeit | 0,5–1,2 m/s (einstellbar) |
| Max. Steigung | ≤ 5° |
| Akkulaufzeit | bis 13 h (ohne Last) |
| Ladezeit | 4,5 h, Quick-Battery-Swap |
| Status | im Verkauf |
Hohe Zuladung und niedriger Schwerpunkt kommen hier zusammen. Mit 40 kg auf vier Ebenen, ebenfalls eine Herstellerangabe, schafft BellaBot mehrere Tische in einer Fahrt. Eine unabhängige Radaufhängung soll dabei das Verschütten von Getränken dämpfen.
Wie BellaBot navigiert

BellaBot fährt nicht auf festen Schienen, sondern kartiert seinen Raum. Dahinter steckt Dual-SLAM, also gleichzeitige Kartierung und Lokalisierung per LiDAR und Kamera. Der Roboter vermisst die Umgebung einmal und findet sich danach selbst zurecht.
Für die Sicherheit sorgen drei RGBD-Kameras und der Laserscanner. Sie erkennen Menschen und Hindernisse, nach Herstellerangabe schon ab 0,5 Sekunden. Der Roboter stoppt oder weicht aus, wenn ihm jemand in den Weg tritt.
Auf ebener Fläche in einem bekannten Raum funktioniert das. Enge, volle Passagen und ständig wechselnde Aufbauten bleiben dagegen schwierig. In dichtem Betrieb bremst jeder Serviceroboter merklich ab.
Akku, Betrieb und Quick-Battery-Swap
Pudu nennt bis zu 13 Stunden Laufzeit ohne Last. Unter voller Beladung sinkt dieser Wert entsprechend. Das Laden dauert rund 4,5 Stunden, was für eine Nachtladung locker reicht.
Für den Dauerbetrieb gibt es den Quick-Battery-Swap. Dabei tauschen Sie den Akku im laufenden Betrieb gegen einen geladenen. So bleibt der Roboter auch über lange Schichten einsatzfähig, ohne feste Ladepause.
Die Fahrgeschwindigkeit liegt nach Herstellerangabe zwischen 0,5 und 1,2 m/s und lässt sich einstellen. Steigungen schafft BellaBot nur bis 5 Grad. Für Stufen, Rampen und Teppich ist er nicht gebaut, das begrenzt die möglichen Räume.
Was BellaBot im Alltag wirklich macht
Im Restaurant übernimmt BellaBot den Weg von der Küche zum Tisch. Das Personal stellt die Teller auf die Tabletts, der Roboter fährt sie zur richtigen Nummer. Beim Rückweg nimmt er Schmutzgeschirr mit zur Spülstation.
Sein Nutzen sind eingesparte Laufwege, gerade in großen, weitläufigen Läden. Er entlastet das Team in Stoßzeiten und bei Personalmangel. Den Gästekontakt und das Anrichten übernimmt er nicht.
Wie sich Servierroboter im Gastro-Betrieb konkret schlagen, ordnet der Beitrag zum Roboter-Kellner in der Gastronomie ein. Dort geht es um Abläufe, Grenzen und die Frage, wo sich der Einsatz lohnt.
Die Pudu-Modellfamilie

BellaBot ist nur ein Modell aus einer breiten Familie. KettyBot ist ein schmaler Empfangs- und Werberoboter mit Display, der Gäste begrüßt und zum Platz führt. HolaBot ist ein kräftiger Transport- und Rückführungsroboter, gedacht fürs Abräumen und für die Kliniklogistik.
Dazu kommt SwiftBot als kompakter Auslieferungsroboter der Delivery-Reihe. Alle diese Modelle sind im Verkauf und decken je einen eigenen Zweck ab. Sie teilen die Navigationsbasis, unterscheiden sich aber in Bauform und Traglast.
Für die gewerbliche Reinigung hat Pudu den CC1 im Programm, einen autonomen Scheuersaugroboter. Die Technik dahinter behandelt der Überblick zum gewerblichen Reinigungsroboter.
PUDU D9 und der Schritt zum Humanoiden
Pudu arbeitet auch an einem Humanoiden, dem PUDU D9. Der Hersteller stellte ihn im Dezember 2024 vor, laut eigenen Angaben rund 170 cm groß und 65 kg schwer. Er läuft auf zwei Beinen und hat zwei Arme.
Der D9 ist angekündigt beziehungsweise im Pre-Sale, nicht im regulären Serienverkauf. Eine Ankündigung sagt bei der ganzen Humanoiden-Welle noch nichts über die Verfügbarkeit.
Für den Gastronomie-Alltag bleibt deshalb BellaBot das reale Produkt. Der Humanoid zeigt die Richtung, in die Pudu denkt. Als Werkzeug für den Betrieb heute taugt er noch nicht.
Was BellaBot kostet
Die Preise streuen je nach Konfiguration und Anbieter. Deutsche Händler nennen für den Kauf grob 14.990 bis 16.900 Euro, ohne Gewähr und Stand 08/2026. In diesen Beträgen sind Anlieferung und Vor-Ort-Installation oft schon enthalten.
Wollen Sie nicht kaufen, beginnt Leasing bei rund 286 Euro im Monat und Miete bei etwa 869 Euro im Monat, jeweils ohne Gewähr und Stand 08/2026. Solche Abo-Modelle senken die Einstiegshürde, weil keine große Einmalinvestition nötig ist.
Ob Kauf, Leasing oder Miete besser passt, hängt vom Einsatz ab. Die generelle Rechnung mit Amortisation und Modellwahl klärt der Ratgeber Serviceroboter kaufen oder mieten. In die Gesamtkosten gehören auch Kartierung, Wartung und Akku.
Verfügbarkeit in Deutschland
BellaBot ist in Deutschland real beschaffbar. Mehrere Fachdistributoren führen ihn, darunter Alpha11, sebotics und gastroshark. Alpha11 vertreibt Pudu-Modelle nach eigenen Angaben seit 2021.
Der Weg führt fast immer über einen solchen Integrator, nicht über den reinen Direktimport. Diese Händler liefern nicht nur das Gerät, sie kartieren die Fläche, richten es ein und übernehmen Wartung und Schulung. An dieser Begleitung hängt, ob der Betrieb später läuft.
Beschaffbar heißt aber noch nicht, dass er in jedem Haus sofort fährt. Enge Gänge, Stufen oder Teppichböden können den Einsatz erschweren. Ein Test unter realen Bedingungen ist vor dem Kauf sinnvoll.
BellaBot vs. Keenon und Bear Robotics
BellaBot steht nicht allein im Markt. Der wichtigste Konkurrent ist Keenon Robotics, ebenfalls aus China, mit der DINERBOT-Reihe. Aus den USA kommt Bear Robotics mit dem Servi. Die Zahlen der drei Anbieter sind Herstellerangaben, soweit sie belegt sind.
| Merkmal | BellaBot (Pudu) | DINERBOT T8 (Keenon) | Servi (Bear Robotics) |
|---|---|---|---|
| Herkunft | China | China | USA |
| Ebenen | 4 Tabletts | 3 Ebenen | k. A. |
| Max. Zuladung | 40 kg | 20 kg | k. A. |
| Eigengewicht | 55 kg | 34 kg | k. A. |
| Navigation | Dual-SLAM, LiDAR + 3 RGBD | LiDAR + Stereovision | k. A. |
| Status | im Verkauf | im Verkauf | im Verkauf |
BellaBot punktet mit höherer Zuladung und vier Ebenen. Keenon bewirbt die T-Serie dagegen als wendiger in Engstellen, der DINERBOT T8 ist deutlich leichter. Welches Modell passt, entscheiden Grundriss und Tischdichte.
Marktstellung von Pudu
Pudu gehört zu den größten Anbietern im Feld. Laut Frost & Sullivan führt das Unternehmen in mehreren Dimensionen, unter anderem mit rund 25 Prozent Umsatzanteil und rund 23 Prozent Auslieferungsanteil bei kommerziellen Servicerobotern — Zahlen, die herstellernah zitiert sind.
Bis August 2023 hatte Pudu nach Herstellerangabe nahezu 70.000 Einheiten ausgeliefert, verteilt auf über 600 Städte in 60 Ländern. Eine aktuellere Gesamtzahl ist offen. Die Angabe ist ein Meilenstein aus einer Pressemitteilung, kein geprüfter Tagesstand.
Der Gesamtmarkt wächst weiter. Laut IFR World Robotics 2025 wurden 2024 weltweit rund 200.000 professionelle Serviceroboter verkauft, ein Plus von 9 Prozent. Die Hospitality-Klasse mit über 42.000 Einheiten schrumpfte allerdings um 11 Prozent, während das RaaS-Abo in der Logistik um 42 Prozent zulegte.
Recht und Datenschutz
Ein Serviceroboter ist rechtlich eine Maschine. Ab dem 20. Januar 2027 gilt die neue EU-Maschinenverordnung 2023/1230, die Software, künstliche Intelligenz und Cybersicherheit ausdrücklich einbezieht. Käufer sollten CE-Kennzeichen und Konformitätserklärung prüfen.
Beim Datenschutz kommt es auf die Sensoren an. BellaBot navigiert unter anderem mit Kameras, und im öffentlich zugänglichen Gastraum können dabei personenbezogene Daten anfallen. Dann greift die DSGVO, und der Betreiber trägt die Verantwortung.
Den größeren Rahmen zu CE, Haftung und KI-Regeln behandelt der Überblick zur EU-Maschinenverordnung für Roboter. Welche Pflicht konkret greift, hängt vom einzelnen Gerät und Einsatz ab, und eine Rechtsberatung ersetzt das hier nicht.
Grenzen im echten Betrieb
BellaBot ist reif, aber er ist kein Personalersatz per Knopfdruck. Er übernimmt genau eine Aufgabe, das Tragen zwischen Küche und Tisch. Bestellung, Beratung und das Anrichten bleiben menschlich.
Auch räumlich hat er klare Grenzen. Stufen, Rampen über 5 Grad und Teppich bremsen ihn aus. In engen, vollen Läden mit ständig wechselnden Aufbauten kommt er langsamer voran als im weiten Saal.
Planen Sie diese Grenzen ein, bekommen Sie ein Werkzeug für eine klar umrissene Aufgabe. Eine mitdenkende Maschine, die den Service allein trägt, ist er nicht.
Einordnung
BellaBot ist das reale Gesicht der Service-Robotik im Restaurant. Er trägt laut Pudu bis zu 40 kg, navigiert selbst und läuft in Deutschland über mehrere Distributoren im Regelbetrieb. Für den Kauf nennen Händler grob 14.990 bis 16.900 Euro, ohne Gewähr und Stand 08/2026, dazu gibt es Leasing und Miete.
Rund um BellaBot steht eine ganze Pudu-Familie, vom KettyBot bis zum Humanoiden D9, der aber erst angekündigt ist. Mit Specs, Status und Grenzen im Blick fällt die Entscheidung leichter. Für die langen Wege zwischen Küche und Tisch liefert er heute schon.
Was ist BellaBot?
BellaBot ist ein Serviceroboter des chinesischen Herstellers Pudu Robotics, gegründet 2016 in Shenzhen. Er fährt auf vier Tabletts bis zu 40 kg Speisen und Geschirr durch Restaurants und Hotels. Er navigiert selbst per Dual-SLAM mit LiDAR und Kameras. Er ist im Verkauf und in Deutschland über Distributoren erhältlich.
Was kostet ein BellaBot?
Deutsche Händler nennen für den Kauf grob 14.990 bis 16.900 Euro. Leasing beginnt bei rund 286 Euro im Monat, Miete bei etwa 869 Euro im Monat. Alle Angaben sind Händlerpreise, ohne Gewähr und Stand 08/2026. Der genaue Preis hängt von Konfiguration und Anbieter ab.
Kann man BellaBot in Deutschland kaufen oder mieten?
Ja. BellaBot ist über mehrere Fachdistributoren wie Alpha11, sebotics oder gastroshark erhältlich. Möglich sind Kauf, Leasing und Miete, oft samt Lieferung, Einrichtung und Wartung. Die Konditionen schwanken je Anbieter, deshalb lohnt der direkte Vergleich.
Wie viel kann BellaBot tragen?
BellaBot trägt laut Pudu auf vier Tabletts bis zu 40 kg, also rund 10 kg je Tablett. Der Roboter ist 129 cm hoch und wiegt selbst 55 kg. Eine unabhängige Radaufhängung soll das Verschütten von Getränken dämpfen.
Wie findet BellaBot den Weg?
BellaBot nutzt Dual-SLAM, also gleichzeitige Kartierung per LiDAR und Kamera. Drei RGBD-Kameras und der Laserscanner erkennen Hindernisse, nach Herstellerangabe schon ab 0,5 Sekunden. Der Roboter kartiert den Raum einmal und lokalisiert sich danach selbst. Enge, volle Passagen bleiben trotzdem eine Hürde.
Wer ist Pudu Robotics?
Pudu Robotics ist ein 2016 in Shenzhen gegründeter Hersteller kommerzieller Serviceroboter. Zur Familie gehören BellaBot, KettyBot, HolaBot, SwiftBot und der Reinigungsroboter CC1. Laut Frost & Sullivan zählt Pudu zu den weltweit führenden Anbietern. Bis August 2023 hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben nahezu 70.000 Einheiten ausgeliefert.
Was ist der Unterschied zu Keenon?
Keenon Robotics ist der wichtigste Wettbewerber, ebenfalls aus China. Das Modell DINERBOT T8 wiegt 34 kg, trägt bis 20 kg auf drei Ebenen und nutzt LiDAR mit Stereovision. Keenon bewirbt die T-Serie als wendig in Engstellen. BellaBot setzt auf vier Tabletts und höhere Zuladung. Welches Modell passt, hängt vom Grundriss und Einsatz ab.
Ersetzt BellaBot eine Servicekraft?
Nein. BellaBot übernimmt das Tragen und Zustellen zwischen Küche und Tisch und entlastet damit Wege. Bestellung, Beratung und Gästekontakt bleiben menschlich. Er ist eine Ergänzung, kein Ersatz.
Wie lange hält der Akku?
Pudu nennt bis zu 13 Stunden Laufzeit ohne Last, unter Beladung entsprechend weniger. Das Laden dauert rund 4,5 Stunden. Für den Dauerbetrieb gibt es einen Quick-Battery-Swap, bei dem der Akku im Betrieb getauscht wird. So sind auch lange Schichten ohne feste Ladepause möglich.
Was ist der PUDU D9?
Der PUDU D9 ist ein von Pudu im Dezember 2024 vorgestellter humanoider Roboter, laut Hersteller rund 170 cm groß und 65 kg schwer. Er ist angekündigt beziehungsweise im Pre-Sale, nicht im regulären Serienverkauf. Für den Gastronomie-Alltag ist weiter BellaBot das reale Produkt.
Quellen & Stand: Herstellerangaben Pudu Robotics (pudurobotics.com, Produktseite BellaBot, Pressemitteilungen), Keenon Robotics (DINERBOT T8), Marktstellung laut Frost & Sullivan (Report 16.07.2026, herstellernah zitiert), Marktzahlen laut IFR World Robotics 2025 (Datenjahr 2024), deutsche Distributoren- und Händlerangaben (Alpha11, sebotics, gastroshark) zu Verfügbarkeit und Preisen, Angaben zur EU-Maschinenverordnung 2023/1230. Preise sind Händlerangaben als Spanne, ohne Gewähr und Stand 08/2026. Die Auslieferungszahl ist ein Herstellermeilenstein (Stand 08/2023), eine aktuellere Gesamtzahl ist offen. Der PUDU D9 ist angekündigt, nicht im Serienverkauf. Dieses Profil ist redaktionell und ersetzt keine rechtliche Beratung. Stand: 1. August 2026.