Haushaltsroboter · Profil
Segway Navimow: Serien i, H und X, Technik und Preise der drahtlosen Mähroboter im Überblick
Kurz gesagt: Segway Navimow ist die Mähroboter-Marke von Segway-Ninebot, 2021 in Peking vorgestellt. Achtung: „Segway“ meint im Netz meist Scooter — hier geht es nur um den Rasenroboter. Navimow mäht ohne Begrenzungsdraht und navigiert per Netzwerk-RTK, VisionFence-Kamera und, in den 2026er-Modellen, per LiDAR. Die Serien reichen von der i-Reihe für kleine Gärten über die H-Reihe für mittlere bis große Flächen bis zur X-Reihe mit LiDAR für große Grundstücke. Straßenpreise starten grob bei rund 650 Euro (i-Serie) und reichen bei den 2026er-Premium-Modellen weit über 2.000 Euro (ohne Gewähr, Stand 08/2026). Die Kamera-Erkennung ist laut Hersteller stark, ersetzt aber keinen Igelschutz — mähen Sie nur tagsüber.
Wer oder was ist Segway Navimow?
Segway Navimow ist die Mähroboter-Marke des Konzerns Segway-Ninebot. Vorgestellt wurde die Reihe am 2. September 2021 in Peking. Navimow entstand aus der Home-Service-Robotics-Sparte und dem hauseigenen Robotik-Institut. Der Fokus liegt komplett auf drahtlosen Rasenrobotern.
Das Besondere an Navimow ist der Verzicht auf den Begrenzungsdraht. Statt eines im Boden verlegten Kabels legen Sie die Rasengrenze virtuell in der App fest; der Roboter hält diese Grenze über Satellitenortung ein. Verlegen, Reparieren und Nachgraben von Kabeln entfallen damit.
Dieses Profil sortiert die Serien, die Technik und die deutschen Preise. Was ein Mähroboter grundsätzlich ist und wie Navigation allgemein funktioniert, klärt der Überblick zu Mährobotern und ihrer Technik. Hier geht es nur um die Marke Navimow, ihre Modelle und die ehrlichen Grenzen.
Segway, Ninebot, Navimow: was der Name wirklich meint
Der Name „Segway“ sorgt online für Verwirrung, und die meisten Menschen denken bei Segway an Scooter, Tretroller und Personal Transporter. Genau die baut Segway-Ninebot auch. Doch Navimow bezeichnet ausschließlich die Rasenroboter des Konzerns.
Wenn Sie also „Segway Navimow“ suchen, meinen Sie den Gartenroboter, nicht den Tretroller. Die beiden Produktwelten teilen sich nur den Mutterkonzern. Technisch und im Einsatz haben sie nichts miteinander zu tun; dieses Profil behandelt deshalb keine Scooter, sondern nur das Mähprodukt.
Segway-Ninebot selbst entstand 2015, als Ninebot den US-Pionier Segway übernahm. Seither führt der Konzern beide Namen. Navimow ist die jüngere Marke und rein auf den Garten ausgerichtet; diese Trennung sollten Sie bei der Suche im Kopf behalten.
Wie Navimow ohne Begrenzungsdraht navigiert

Navimow ortet sich über ein System, das der Hersteller EFLS nennt; die Abkürzung steht für „Exact Fusion Locating System“. Dahinter steckt eine Netzwerk-RTK-Positionierung, die genauer arbeiten soll als reines GPS. RTK korrigiert die Satellitendaten über ein Referenznetz.
Das Besondere am Netzwerk-RTK ist der Verzicht auf eine lokale Antenne. Ältere RTK-Mäher brauchten oft einen zweiten Mast im Garten. Navimow bezieht die Korrekturdaten laut Hersteller über das Mobilfunknetz; das spart Aufbau, setzt allerdings eine stabile Verbindung voraus.
Die Rasengrenze und einzelne Zonen legen Sie in der Navimow-App an. Sie fahren den Roboter einmal ab oder ziehen die Grenze digital; diese virtuelle Karte ersetzt den klassischen Draht. Wie sich Draht und Drahtlos im Alltag unterscheiden, ordnet die Kaufberatung zu Mährobotern ohne Begrenzungsdraht ein.
VisionFence: die Kamera-Hinderniserkennung

Zur Ortung kommt bei Navimow eine Kamera-Erkennung namens VisionFence. Sie soll Hindernisse wie Bäume, Beete und Wände erkennen; der Hersteller nennt VisionFence 1.0 von 2023 das erste visuelle KI-System seiner Kategorie. Eine Kamera und KI werten dabei das Bild aus.
Für die 2026er-Spitzenmodelle gibt Segway VisionFence 2.0 an. Diese Version soll ein Sichtfeld von 300 Grad abdecken und die Route per KI planen. Beide Zahlen sind Herstellerangaben, keine unabhängige Messung; sie beschreiben, was das System leisten soll, nicht was es garantiert.
Was die Kamera leistet und was nicht, entscheidet über die Erwartung an das Gerät. VisionFence hilft beim Ausweichen vor größeren Objekten. Ein verlässlicher Schutz für Kleintiere ist es aber nicht. Warum das so ist, steht weiter unten im Abschnitt zum Igelschutz.
Neu 2026: LiDAR und Sensor-Fusion

Mit den 2026er-Serien führt Navimow LiDAR-Sensoren ein. LiDAR tastet die Umgebung mit Laserpunkten ab und baut daraus ein 3D-Bild. Fast 200.000 Punkte pro Sekunde nennt der Hersteller auf der Produktseite der H2-Reihe; für den i215 LiDAR steht diese Zahl dort nicht. Solche Solid-State-Sensoren haben keine rotierenden Teile.
In der H2-Serie kombiniert Navimow mehrere Systeme zu einer Fusion. Der Hersteller nennt das „EFLS LiDAR+“, und dabei verschmelzen LiDAR, Netzwerk-RTK und Bildverarbeitung zu einer Ortung. Den Wechsel zwischen den Modi gibt Segway mit 20 Millisekunden an, wörtlich „in just 20 ms“ — eine Werbeangabe des Herstellers, keine gemessene Spanne.
Diese Fusion soll die Schwächen einzelner Sensoren auffangen. Fällt das RTK unter dichten Bäumen aus, sollen LiDAR und Kamera übernehmen; auch das sind Herstellerversprechen, keine geprüften Alltagswerte. Ein Restrisiko bei schwierigen Grundstücken bleibt bestehen.

Die Serien im Überblick
Navimow verteilt seine Modelle auf drei Consumer-Serien plus eine Profi-Reihe. Die i-Serie ist der Einstieg für kleine Gärten, und die H-Serie deckt mittlere bis große Flächen ab. Die X-Serie ist die Premium-Klasse mit LiDAR für große Grundstücke, darüber steht Terranox für den Profi-Einsatz.
| Serie | Beispielmodelle | Fläche (Herstellerangabe) | Navigation | Steigung (Herstellerangabe) | DE-Preisrahmen (o. Gewähr, 08/2026) |
|---|---|---|---|---|---|
| i-Serie | i206 AWD, i210 AWD, i215 LiDAR | 600–1.500 m² | Netzwerk-RTK, Allrad, teils LiDAR | bis 45 % (24°) | ab ~649,99 € (Stand 08/2026) |
| H-Serie | H210, H220 | 1.000–3.000 m² | EFLS LiDAR+ (RTK + LiDAR + Vision) | modellabhängig, nicht belegt | ab ~999 € (Stand 08/2026); ein H2-Preis von 1.599 € ist am Hersteller nicht belegt |
| X-Serie | X3, X4 | bis 5.000 m² | Triple-Frequency-RTK + 360°-VSLAM | bis 84 % (40°, Spitzenwert) | X420 2.499 € bis X450 3.199 € (Stand 09/2026) |
| Terranox | Profi-Reihe | bis 24.000 m² | Allrad, Fleet-Management | modellabhängig, nicht belegt | ~5.499–6.999 € (Stand 08/2026) |
Die Tabelle zeigt Herstellerangaben und deutsche Preisrahmen. Fläche, Steigung und Preise sind je Modell verschieden und nur als Spanne zu lesen. Einige Werte bleiben offen, weil dazu keine belegte Herstellerangabe vorliegt; der X4-Steigungswert von 84 Prozent ist ein Hersteller-Spitzenwert, kein Durchschnitt.
Die i-Serie: Einstieg für kleine Gärten
Die i-Serie ist der günstige Einstieg in die Navimow-Welt. Sie richtet sich an kleine bis mittlere Gärten. Für das Modell i206 AWD nennt der Hersteller 600 Quadratmeter Fläche, und der i210 AWD schafft laut Segway bis zu 1.000 Quadratmeter.
Beide i2-AWD-Modelle setzen auf Netzwerk-RTK ohne lokale Antenne. Ein Allrad-Antrieb mit „Xero-Turn“ soll auch auf feuchtem Gras Halt bieten; die Steigfähigkeit gibt der Hersteller mit bis zu 45 Prozent an, das entspricht rund 24 Grad. Diese Werte gelten unter Idealbedingungen.
Ganz oben in der i-Reihe steht der i215 LiDAR. Er kombiniert die RTK-Ortung mit einem Solid-State-LiDAR, und damit steigt die Flächenangabe auf bis zu 1.500 Quadratmeter. Eine Pro-Variante soll bis 2.000 Quadratmeter und 55 Prozent Steigung schaffen, das ist aber je Modell zu prüfen.
Die H-Serie: Mittel- bis Großflächen
Die H-Serie ist für mittlere bis große Rasenflächen gedacht. Sie liegt zwischen dem i-Einstieg und der X-Premiumklasse. Für das Modell H210 nennt der Hersteller 1.000 Quadratmeter, für den H220 rund 2.000 Quadratmeter; die Serie reicht laut Segway bis 3.000 Quadratmeter.
Technisch setzt die H2-Reihe auf die Fusion „EFLS LiDAR+“. Sie verbindet LiDAR, Netzwerk-RTK und Bildverarbeitung zu einer Ortung; der Wechsel zwischen den Modi soll nach Herstellerangabe in 20 Millisekunden ablaufen. Damit will Navimow auch teilverschattete Gärten sicher abdecken.
Ein bekanntes H-Modell ist der H1500N-VF mit VisionFence. Für die Lautstärke gibt der Hersteller 54 dB(A) an. Ob es sich um Schalldruck oder Schallleistung handelt, ist am Datenblatt zu prüfen; die H-Serie ist damit die Allrounder-Klasse für typische Reihenhaus- und Freistehende-Gärten.
Die X-Serie: LiDAR und große Grundstücke
Die X-Serie ist die Premium-Klasse von Navimow für große Grundstücke. Sie umfasst Modelle wie den X3 und den 2026er X4. Der X4 ist dabei keine einzelne Maschine, sondern eine Reihe, und das ändert die Rechnung. Segway führt den X420 für 2.000 Quadratmeter zu 2.499 Euro, den X430 für 3.000 Quadratmeter zu 2.799 Euro und den X450 für 5.000 Quadratmeter zu 3.199 Euro (Herstellerangaben, Stand 09/2026). Die 5.000 Quadratmeter gelten damit allein für das größte Modell, der Einstiegspreis dagegen für das kleinste. Wer beide Zahlen nebeneinander liest, unterschätzt den Preis für die große Fläche deshalb um rund 700 Euro (errechnet aus den Herstellerpreisen, Stand 09/2026, ohne Gewähr).
Bei der Ortung fährt die X-Serie das größte Sensor-Aufgebot auf. Segway nennt ein Triple-Frequency-Netzwerk-RTK und eine 360-Grad-VSLAM-Navigation. VSLAM baut aus Kamerabildern eine räumliche Karte, und die Steigfähigkeit gibt der Hersteller mit bis zu 84 Prozent an, das ist ein Spitzenwert.
Auch die VisionFence-2.0-Kamera mit 300-Grad-Sichtfeld sitzt in dieser Klasse. Der X4 soll laut Fachpresse ab dem 31. März 2026 breiter verfügbar sein. Eine Ankündigung ist aber keine garantierte Lieferbarkeit. Wer ein 2026er Modell plant, sollte die reale Verfügbarkeit im Handel prüfen.
Terranox: die Profi-Reihe
Oberhalb der Consumer-Serien steht die Profi-Reihe Terranox. Sie zielt auf Kommunen, Sportplätze und große gewerbliche Flächen. Für Terranox nennt der Hersteller bis zu 24.000 Quadratmeter; das Marketing spricht davon, ein Fußballfeld an einem Tag zu mähen.
Terranox setzt auf Allrad und ein Fleet-Management für mehrere Geräte. Damit lassen sich ganze Roboter-Flotten koordinieren. Für private Gärten ist diese Reihe klar überdimensioniert; sie zeigt aber, wie weit Navimow die drahtlose Technik nach oben skaliert.
Preislich spielt Terranox in einer eigenen Liga. Der Handel ruft grob 5.499 bis 6.999 Euro auf (ohne Gewähr, Stand 08/2026); diese Zahlen sind Händlerangaben und je nach Ausstattung verschieden. Für den Privatgebrauch reichen die i-, H- oder X-Serie in aller Regel aus.
Fläche, Steigung und Grenzen der RTK-Navigation
Die Flächen- und Steigungswerte gelten immer nur je Modell. Eine pauschale Zahl „Navimow schafft X“ gibt es nicht. Zwischen einem i206 mit 600 Quadratmetern und einem X4 mit 5.000 Quadratmetern liegen Welten. Lesen Sie die Angabe Ihres Wunschmodells, nicht die der Serie.
Die größte Grenze der RTK-Ortung ist die Verschattung. Unter dichten Baumkronen oder an hohen Hauswänden verlieren Satelliten die Sicht, und dann kann die Positionierung ungenau werden oder aussetzen. Die 2026er-Fusion mit LiDAR und Kamera soll das abfedern, löst es aber nicht immer.
Auch die Steigungswerte sind mit Vorsicht zu lesen. 84 Prozent Steigung beim X4 ist ein Hersteller-Spitzenwert unter Idealbedingungen. Nasses Gras, lose Erde oder Kanten senken die reale Leistung. Planen Sie bei Hanglagen lieber etwas Puffer ein, statt den Maximalwert anzusetzen.
Was Segway Navimow in Deutschland kostet
Die Preise hängen stark von Serie und Modell ab. Die i-Serie startet im Handel bei rund 649,99 Euro (ohne Gewähr, Stand 08/2026); die klassische H-Serie beginnt bei etwa 999 Euro. Beide Werte sind Straßenpreise und schwanken mit Aktionen.
Für die 2026er-Serien liegen die Einstiege höher. Die H2-Reihe startet im Fachhandel bei grob 1.599 Euro, der X4 bei etwa 2.499 Euro (ohne Gewähr, Stand 08/2026), und die Terranox-Profireihe reicht von rund 5.499 bis 6.999 Euro. Diese Zahlen sind Händlerangaben, keine festen UVP.
Bei allen Preisen sollten Sie UVP und Straßenpreis trennen; die 2026er-Modelle sind teils erst ab Q1 oder Q2 2026 breit verfügbar. Ein Marktbezug lohnt auch der Blick auf den Wettbewerber Mammotion und seine Mähroboter. Preise ändern sich laufend, prüfen Sie sie vor dem Kauf am Original.
Diebstahlschutz, App und Datenschutz
Navimow bringt mehrere Schutzfunktionen gegen Diebstahl mit. Dazu zählen laut Hersteller eine PIN-Sperre, ein Hebe-Alarm und eine GPS-Ortung. Ohne den richtigen Code soll sich das Gerät nicht nutzen lassen, und der genaue Umfang hängt von der Serie ab und ist je Modell zu prüfen.
Gesteuert wird alles über die Navimow-App. Dort legen Sie Karten, Zonen und Zeitpläne an; die VisionFence-Kamera erfasst dabei Bilddaten aus dem Garten. Sobald Kamera, Karten und Cloud zusammenkommen, wird der Datenschutz relevant.
Wo genau die Kartendaten liegen, ist nicht öffentlich belegt. Deshalb behaupten wir hier keinen festen Serverstandort und keine pauschale Datenschutz-Freigabe. Wie Roboter mit Karten, Kameras und Cloud umgehen, ordnet der Überblick zum Datenschutz bei Haushaltsrobotern ein. Die konditionale Einordnung dort gilt für alle Marken.
Igelschutz: warum die Kamera kein Freibrief ist
Die VisionFence-Kamera weckt Hoffnungen beim Tierschutz. Doch als Igelschutz taugt sie nicht. In einer Studie mit 18 Mährobotern erkannte kein einziges Modell Igel, bevor es sie berührte. Besonders Jungigel unter 200 Gramm blieben komplett unerkannt.
Das Problem liegt in der Natur der Igel. Sie rollen sich bei Gefahr ein, statt zu fliehen. Genau das macht sie für Schneidwerkzeuge so verwundbar; auch das Leibniz-IZW dokumentierte zahlreiche Schnittverletzungen durch Gartengeräte, Mähroboter eingeschlossen.
Daraus folgt eine klare Regel: Mähen Sie nur bei Tageslicht. Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber verstecken sie sich. Suchen Sie den Rasen vor jedem Mähen kurz ab, und so senken Sie das Risiko deutlich, ganz ohne sich auf die Kamera zu verlassen.
Ehrliche Grenzen und für wen sich welche Serie lohnt
Für kleine Gärten bis rund 1.000 Quadratmeter reicht die i-Serie. Sie bietet drahtlose RTK-Ortung zum günstigsten Einstieg. Wer mittlere bis große Flächen hat, greift zur H-Serie; sie deckt bis 3.000 Quadratmeter ab und fusioniert mehrere Sensoren.
Große oder verwinkelte Grundstücke sind die Domäne der X-Serie. Ihr Triple-Frequency-RTK und die 360-Grad-Kamera zielen auf bis zu 5.000 Quadratmeter; die Profi-Reihe Terranox ist nur für gewerbliche Flächen sinnvoll. Für den Hausgarten ist sie klar überdimensioniert.
Die ehrlichen Grenzen bleiben über alle Serien gleich. RTK schwächelt unter dichten Bäumen, die Kamera schützt keine Igel, und Herstellerwerte sind keine Messnorm. Für die grundsätzliche Kaufentscheidung hilft der Typ-Überblick im Ratgeber zu Haushaltsrobotern und ihren Kategorien. Wer Serie, Fläche und Grenzen kennt, kauft gezielt statt nach Werbung.
Einordnung
Segway Navimow ist die Mähroboter-Marke von Segway-Ninebot, nicht der Scooter. Sie mäht ohne Begrenzungsdraht und ortet sich per Netzwerk-RTK, VisionFence-Kamera und, ab 2026, per LiDAR. Vier Reihen decken das Feld ab: i für kleine Gärten, H für mittlere bis große Flächen, X mit LiDAR für große Grundstücke und Terranox für den Profi-Einsatz.
Die Technik ist ambitioniert, die Werte bleiben aber Herstellerangaben. RTK verliert unter Bäumen an Genauigkeit, und die Kamera ersetzt keinen Igelschutz. Preise reichen grob von 650 Euro bis weit über 2.000 Euro, je nach Serie und Jahr. Wer nur bei Tageslicht mäht und die Serie an seiner Fläche ausrichtet, holt aus Navimow das Beste heraus.
Quellen & Stand: Marke, Herkunft und Vorstellung (Segway-Ninebot, 2. September 2021, Peking) laut Enzyklopädie-Einträgen und Herstellerangaben (navimow.com). Technikdaten zu EFLS/Netzwerk-RTK, VisionFence (300-Grad-Sichtfeld), Solid-State-LiDAR (fast 200.000 Punkte/Sekunde), Modus-Wechsel (1–20 Millisekunden), Fläche, Steigung und Lautstärke (54 dB(A)) sind Herstellerangaben und modellabhängig; einige Spitzenwerte wie 84 Prozent Steigung sind an Datenblättern zu prüfen. Serien- und Preisangaben stammen aus Fachportalen (notebookcheck, drohnen.de, smarthomeassistent) und Preisvergleichen (geizhals). Die genannten Geräte sind im Verkauf; die 2026er-Serien starten ab Q1/Q2 2026. Preise sind Händlerangaben als Spanne, ohne Gewähr und Stand 08/2026. Die Igel-Einordnung stützt sich auf die Studie von Rasmussen (2021) und das Leibniz-IZW; kein getestetes Modell erkannte Igel proaktiv, Jungigel unter 200 Gramm blieben unerkannt. Serverstandort und Datenfluss sind nicht belegt und werden nicht behauptet; Datenschutz-Tiefe im verlinkten Beitrag. Dieses Profil ist redaktionell und ersetzt keine rechtliche Beratung. Stand: 1. August 2026.
Ist Segway Navimow dasselbe wie der Segway-Scooter?
Nein. Navimow ist die Mähroboter-Marke von Segway-Ninebot, erstmals 2021 in Peking vorgestellt. Der Konzern ist auch für Scooter und Ninebot-Roller bekannt, doch Navimow bezeichnet ausschließlich die drahtlosen Rasenroboter. Wenn Sie „Segway Navimow“ suchen, meinen Sie den Gartenroboter, nicht den Tretroller.
Braucht Navimow einen Begrenzungsdraht?
Nein. Navimow mäht ohne verlegtes Begrenzungskabel. Die Rasengrenze und einzelne Zonen legen Sie virtuell in der Navimow-App an. Der Roboter hält diese Grenze über Netzwerk-RTK und weitere Sensoren ein. Verlegen, Reparieren und Nachgraben von Draht entfallen damit komplett.
Was ist der Unterschied zwischen i-, H- und X-Serie?
Die Serien unterscheiden sich vor allem in Fläche und Technik. Die i-Serie ist der Einstieg für kleine Gärten mit rund 600 bis 1.500 Quadratmetern. Die H-Serie deckt mittlere bis große Flächen bis 3.000 Quadratmeter ab. Die X-Serie ist die LiDAR-Premiumklasse für bis zu 5.000 Quadratmeter. Alle Werte sind Herstellerangaben.
Wie genau navigiert Navimow per RTK?
Navimow nutzt ein System namens EFLS, ein Netzwerk-RTK ohne lokale Antenne. RTK korrigiert die Satellitendaten über ein Referenznetz und soll damit genauer sein als reines GPS. Die Korrekturdaten bezieht der Roboter laut Hersteller über das Mobilfunknetz. Die genannten Genauigkeitswerte sind Herstellerangaben, keine unabhängige Messung.
Funktioniert Navimow unter Bäumen?
Nur eingeschränkt. Unter dichten Baumkronen oder an hohen Wänden verlieren Satelliten die Sicht, dann kann die RTK-Ortung ungenau werden oder aussetzen. Die 2026er-Modelle sollen das per LiDAR und Kamera abfedern, lösen es aber nicht immer. Bei stark verschatteten Gärten bleibt ein Restrisiko bestehen.
Was kostet ein Segway Navimow in Deutschland?
Das hängt stark von der Serie ab. Die i-Serie startet im Handel bei rund 649,99 Euro, die klassische H-Serie bei etwa 999 Euro. Die 2026er-Modelle liegen höher: H2 ab grob 1.599 Euro, X4 ab rund 2.499 Euro, die Profireihe Terranox zwischen 5.499 und 6.999 Euro. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 08/2026.
Erkennt Navimow Igel und Haustiere?
Navimow erkennt laut Hersteller per VisionFence-Kamera Hindernisse wie Bäume, Beete und größere Objekte. Ein verlässlicher Igelschutz ist das aber nicht. In einer Studie mit 18 Mährobotern erkannte kein Modell Igel, bevor es sie berührte, und Jungigel unter 200 Gramm blieben unerkannt. Weil Igel nachtaktiv sind, gilt die klare Empfehlung: nur bei Tageslicht mähen und den Rasen vorher absuchen.
Wie laut ist ein Navimow?
Für das Modell H1500N-VF gibt der Hersteller 54 dB(A) an. Ob es sich dabei um Schalldruck oder Schallleistung handelt, ist am Datenblatt zu prüfen. Die Lautstärke ist je Serie und Modell verschieden. Als drahtloser Akku-Mäher arbeitet Navimow generell deutlich leiser als ein Benzin-Rasenmäher.
Ist Navimow in Deutschland verfügbar?
Ja. Der Vertrieb läuft über den deutschen Fachhandel, ausgewählte Baumärkte, den Online-Store und Amazon, modellabhängig. Die klassischen i- und H-Serien sind breit gelistet. Die 2026er-Serien wie X4, H2 und die i2-Modelle starten ab Q1 oder Q2 2026, eine Ankündigung ist aber keine garantierte Lieferbarkeit.
Was kann VisionFence?
VisionFence ist die Kamera- und KI-Hinderniserkennung von Navimow. Sie soll Bäume, Beete, Wände und größere Objekte erkennen und ausweichen. Die 2026er-Version 2.0 gibt der Hersteller mit 300-Grad-Sichtfeld und KI-Routenplanung an. Diese Zahlen sind Herstellerangaben; als Schutz für Kleintiere wie Igel taugt die Kamera nicht.
Wie groß darf mein Rasen für Navimow sein?
Das richtet sich nach dem Modell, nicht nach der Marke. Die i-Serie deckt laut Hersteller rund 600 bis 1.500 Quadratmeter ab, die H-Serie bis 3.000 Quadratmeter und die X-Serie bis 5.000 Quadratmeter. Die Profireihe Terranox schafft bis 24.000 Quadratmeter. Lesen Sie immer die Flächenangabe Ihres Wunschmodells, nicht die grobe Serien-Spanne.