Assistenzarm am Rollstuhl montiert in häuslicher Pflegeumgebung, sachlicher Anschaffungskontext

Pflege- & Assistenzroboter · Kaufberatung

Pflegeroboter kaufen — was möglich ist, was es kostet und wer zahlt

Stand 31. Juli 2026 · Lesezeit 10 Minuten · Ratgeber

Kurz gesagt: Einen Roboter, der wirklich pflegt, können Sie nicht im Handel kaufen. Frei erhältlich sind nur eng umrissene Assistenzgeräte: die Therapie-Robbe Paro für rund 5.700 € oder der Telepräsenzroboter temi, dessen US-Listenpreis bei etwa 3.999 $ liegt, im deutschen Fachhandel aber höher und variabel (Preise ohne Gewähr, Stand 2026). Große Systeme wie GARMI sind reine Forschung. Und die Pflegekasse zahlt für Roboter praktisch nichts, weil keiner im Pflegehilfsmittelverzeichnis steht.

Kann man einen Pflegeroboter überhaupt kaufen?

Wenn Sie als Angehöriger oder für eine Pflegeeinrichtung nach einem Pflegeroboter suchen, fällt die Antwort geteilt aus. Einen Roboter, der einen Menschen wäscht, hebt oder umbettet, gibt es im Handel nicht. Diese körpernahe Pflege ist Forschung, kein Produkt.

Kaufen können Sie eng umrissene Assistenzgeräte. Sie helfen beim Essen, halten Kontakt über einen Bildschirm oder sollen mit einer sensorbestückten Robbe beruhigen. Der Begriff Pflegeroboter führt hier leicht in die Irre.

Zwischen kaufbaren Geräten, nicht kaufbaren Forschungssystemen und teurer Technik nur für Einrichtungen liegen Welten. Und über allem steht die Frage, wer das bezahlt, denn die Pflegekasse tut es fast nie.

Ein humanoider Helfer wie aus dem Fernsehen ist nicht zu haben, wohl aber Geräte für ein einzelnes konkretes Problem, etwa selbstständig essen oder Kontakt halten. Diese Geräte sind bezahlbar und heute erhältlich, und mehr verspricht der Markt derzeit nicht.

Was wirklich kaufbar ist

Person im Rollstuhl nutzt selbstständig einen montierten Assistenzarm, Sinnbild für Autonomie
Selbstständig dank Assistenzarm

Paro, eine Therapie-Robbe aus Japan, ist das bekannteste dieser Geräte. Sie reagiert auf Berührung und Stimme und wird in der Demenzpflege eingesetzt, wo sie beruhigen soll. Der Preis liegt bei rund 5.700 € brutto (Anbieterangabe, Stand 2026, ohne Gewähr), der Vertrieb läuft über einen Fachhändler auf Anfrage.

Der Telepräsenzroboter temi ist im Alltag praktischer. Er fährt selbstständig durch die Wohnung und dient als Videotelefon auf Rädern, etwa für den Kontakt zu Angehörigen oder Ärzten. Sein US-Listenpreis liegt bei etwa 3.999 $, im deutschen Fachhandel liegen die Preise höher und schwanken je nach Anbieter und Ausstattung (Anbieterangaben, Stand 2026, ohne Gewähr). Mieten können Sie das Gerät auch.

Dazu kommen Ess-Roboter wie Obi oder iEAT. Sie führen einen Löffel zum Mund und geben Menschen mit eingeschränkter Handfunktion ein Stück Selbstständigkeit zurück. Bestellen lassen sie sich über den Reha-Fachhandel, oft mit Preis auf Anfrage.

Neben Obi gibt es weitere Ess-Roboter wie Bestic oder den Neater Eater, die ähnlich funktionieren. Ein kleiner Arm nimmt Essen vom Teller und führt es zum Mund, gesteuert per Taste, Joystick oder Blicksteuerung. Für Menschen mit Muskelerkrankungen oder Lähmungen ist das ein großer Gewinn an Selbstständigkeit. Diese Geräte arbeiten unauffällig, aber zuverlässig, weit weg vom Humanoiden-Hype.

Oft ist die einfachste Technik die nützlichste. temi braucht keine Konformitätsbewertung als Medizinprodukt, ist vergleichsweise günstig und zielt auf ein reales Problem, nämlich den fehlenden Draht zu Angehörigen oder Ärzten. In der häuslichen Betreuung ist er deshalb so beliebt.

Was nicht kaufbar ist

Die spektakulären Systeme, die durch die Medien gehen, können Sie nicht bestellen. GARMI, der humanoide Roboter der TU München, ist ein Forschungsprototyp ohne Preis und ohne Verkauf. Details dazu stehen im Profil zu GARMI.

Ähnlich ist es beim Care-O-bot des Fraunhofer-Instituts, der in Pilotversuchen Getränke fährt. Auch er ist primär Forschung, ohne offenen Kaufweg. Genau das, was am meisten entlasten würde, ist am wenigsten verfügbar.

Die Lücke hat einen technischen Grund. Ein Roboter, der sicher einen Menschen hebt oder wäscht, muss Kraft, Feingefühl und absolute Zuverlässigkeit vereinen, und diese Kombination ist bis heute nicht serienreif und in jedem Fall sehr teuer. Deshalb steht das körperlich Schwere weiter im Labor.

Trotzdem lohnt der Blick auf diese Forschung. Was heute im Labor steht, kann in einigen Jahren den Markt verändern, so wie es Saug- und Serviceroboter vorgemacht haben. Für den Kauf heute zählt aber nur, was verfügbar und bezahlbar ist.

Systeme für Einrichtungen

Zwischen kaufbarem Kleingerät und reiner Forschung liegt der professionelle Markt. Für Pflegeheime und Kliniken gibt es Systeme wie den Schweizer Assistenzarm Lio, der Botengänge übernimmt. Über den normalen Handel bekommen Sie sie nicht.

Preislich ist das eine andere Liga. Ein Lio kostet je nach Konfiguration grob 60.000 bis 80.000 € im Kauf, im Leasing werden rund 2.500 bis 3.000 € im Monat genannt (Anbieterangaben, Stand 2026, ohne Gewähr). Dazu kommen Schulung und Wartung. Für Privathaushalte ist das keine Option.

Wenn Sie für ein Haus einkaufen, zählt weniger der Kaufpreis als das Gesamtpaket aus Wartung, Software-Updates und Schulung des Personals, dazu die Anbindung an die Abläufe im Haus. Viele Anbieter setzen darum auf Miete oder Leasing statt Kauf, um die Einstiegshürde zu senken.

Was ein Pflegeroboter wirklich kostet

Einfacher Tischroboter neben einem komplexen Armsystem, zwei Preisklassen im Vergleich
Zwei Preisklassen

Die Preise hängen stark am Gerätetyp, von der kleinen Therapie-Robbe bis zum Assistenzarm für die Station. Alle Werte sind Anbieter- und Händlerangaben, Stand 2026 und ohne Gewähr, oft zuzüglich Schulung und Wartung.

Gerät Typ Preis (ohne Gewähr) Status
Paro Therapie-Robbe ~5.700 € (ohne Gewähr) im Verkauf
temi Telepräsenz US-Liste ~3.999 $, DE-Fachhandel höher/variabel, ohne Gewähr (auch Miete) im Verkauf
Obi / iEAT Ess-Roboter Preis auf Anfrage im Verkauf (Reha-Handel)
F&P Lio Assistenzarm (B2B) ~60.000–80.000 €, Leasing ~2.500 €/Monat (ohne Gewähr) im Verkauf (nur Einrichtungen)
GARMI / Care-O-bot humanoide Forschung nicht käuflich Forschung
NEURA MiPA mobiler Assistenzroboter (Home-Modell) 9.999 € Einführungspreis, Reservierung 100 € pro Einheit (ohne Gewähr) Reservierung, Release-Ziel Ende 2026
Fourier GRW radgetriebener Zweiarmroboter, vom Hersteller für Rehabilitationstraining und Altenpflege ausgeschrieben kein Preis veröffentlicht, nur Kaufanfrage Produktseite ohne ausgewiesene CE-Kennzeichnung, ohne benannten Einsatz und ohne installierte Basis

Die kaufbaren Geräte lösen emotionale oder kommunikative Aufgaben, während das körperlich Schwere teuer oder gar nicht erhältlich ist.

Viele Hersteller nennen keine offenen Preise. Gerade im professionellen Bereich heißt es oft nur Preis auf Anfrage, was den Vergleich erschwert und eine unabhängige Beratung umso wichtiger macht.

Beim Vergleich von Angeboten sollten Sie immer die Gesamtkosten betrachten, denn neben dem Kaufpreis fallen oft Schulung, Zubehör und Wartung an. Bei einem Ess-Roboter kommen zum Beispiel spezielle Teller oder Löffel dazu, bei vernetzten Geräten mögliche laufende Gebühren für Software.

Zahlt die Pflegekasse?

In aller Regel nein, und das überrascht viele. Die Pflegekasse zahlt nach dem Gesetz eine Pauschale von 42 € im Monat, aber nur für Verbrauchsmittel wie Handschuhe, Desinfektion oder Bettschutz. Ein Roboter fällt nicht darunter.

Das liegt an einer formalen Hürde. Kein Pflegeroboter steht im Pflegehilfsmittelverzeichnis, das die erstattungsfähigen Hilfsmittel listet, und ohne diesen Eintrag gibt es keinen Anspruch — egal wie sinnvoll das Gerät im Einzelfall wäre.

Damit trägt die Anschaffung fast immer der Nutzer, die Familie oder die Einrichtung. Diese Finanzierungslücke ist der größte Grund, warum Pflegeroboter im Alltag so selten sind.

Hinter der Pauschale stehen Produktgruppen für Verbrauchsmaterial. Technische Pflegehilfsmittel wie ein Pflegebett werden meist leihweise gestellt, nicht als Roboter, und für ein Gerät mit Sensorik, Kamera und Software fehlt schlicht die passende Kategorie.

Der Umweg über die Krankenkasse

Es gibt eine Ausnahme, und sie ist paradox. Ein Ess-Roboter wie Obi steht im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkasse, nicht der Pflegekasse. Als Esshilfe kann er im Einzelfall bezuschusst werden.

Dasselbe Gerät bekommt über die Krankenkasse also eher Geld als über die Pflegekasse. Den Ausschlag gibt die bürokratische Einordnung als Hilfsmittel, nicht die Frage, ob es ein Roboter ist. Das bleibt aber eine Einzelfallentscheidung, kein Automatismus, und ohne Antrag geht es nicht.

Damit eine Krankenkasse zahlt, muss ein Gerät im Hilfsmittelverzeichnis stehen und eine feste Nummer tragen. Für den Ess-Roboter Obi ist das der Fall, für die meisten anderen Roboter nicht. Ohne diese Listung bleibt jede Übernahme eine mühsame Einzelfallentscheidung mit ungewissem Ausgang.

Förderung: fast nur für die Forschung

Der Staat gibt Geld, aber nicht für den Kauf. Das Bundesforschungsministerium hat seit 2020 elf Projekte zur Robotik in der Pflege mit rund 20,5 Mio € gefördert. Dieses Geld fließt in Entwicklung und Erprobung, nicht in Kaufzuschüsse für Pflegebedürftige.

Für den Privatkauf gibt es also kaum ein Programm. Wenn Sie ein Gerät anschaffen wollen, sollten Sie trotzdem bei der Kranken- oder Pflegekasse und beim Sanitätshaus nach dem Einzelfall fragen. Eine pauschale Kostenübernahme dürfen Sie aber nicht erwarten.

Breiter aufgestellt ist das Programm „Zukunft der Pflege“, das nach Angaben des Bundesforschungsministeriums seit 2018 über 70 Mio € bündelt. Auch dieses Geld zielt auf Entwicklung und Erprobung, nicht auf Kaufzuschüsse. Fördergeld hilft damit der Branche, Ihrem Geldbeutel beim Kauf aber selten.

Wo Sie kaufen

Close-up der Montageschnittstelle eines Assistenzarms am Rollstuhl
Montage am Rollstuhl

Der Weg führt fast nie über einen normalen Online-Shop. Paro läuft über einen offiziellen Fachhändler auf Anfrage, temi über spezialisierte Technik-Händler, Ess-Roboter über den Reha- und Hilfsmittel-Fachhandel. Professionelle Systeme wie Lio gibt es nur direkt beim Hersteller.

Das hat einen praktischen Grund, denn die Geräte brauchen Beratung, Einrichtung und oft eine Anpassung an die Nutzerin oder den Nutzer. Bei den teuren Systemen ist ein Test vor dem Kauf sinnvoll, und viele Anbieter bieten dafür Miete an.

Dazu kommt die Beratung zur Finanzierung. Gute Händler kennen die Wege über Kranken- oder Pflegekasse und helfen beim Antrag. Kaufen Sie blind online, verschenken Sie diese Unterstützung und riskieren ein Gerät, das nicht zum Bedarf passt.

Recht: Medizinprodukt und Datenschutz

Je nach Zweck ist so ein Roboter ein Medizinprodukt. Dann gilt die EU-Medizinprodukteverordnung MDR mit Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung. Ein reines Telepräsenzgerät wie temi ist dagegen meist kein Medizinprodukt.

Beim Datenschutz sind Gesundheitsdaten besonders geschützt. Roboter mit Kamera, Mikrofon oder Cloud-Anbindung verarbeiten personenbezogene und teils Gesundheitsdaten nach DSGVO Artikel 9, was eine Rechtsgrundlage verlangt. Diese Einordnung ist konditional und ersetzt keine Rechtsberatung. Den Rahmen behandelt unser Überblick zur EU-Maschinenverordnung für Roboter.

Beim Kauf achten Sie deshalb vor allem auf CE-Kennzeichnung und eine klare Zweckbestimmung. Ein seriöses Gerät bringt Konformitätserklärung und Anleitung mit. Bei vernetzten Robotern lohnt zusätzlich die Frage, wo die Daten gespeichert werden und wer darauf zugreift, denn gerade bei Gesundheitsdaten ist ein Speicherort in der EU ein sinnvolles Kriterium.

Lohnt sich der Kauf?

Das hängt vom Bedarf ab, nicht vom Preis allein. Ein Ess-Roboter kann einem Menschen mit Handeinschränkung echte Selbstständigkeit zurückgeben, das ist schwer in Geld zu messen. Eine Therapie-Robbe kann in der Demenzpflege beruhigen, auch wenn die Evidenz dafür begrenzt ist.

Bei spezialisierten Geräten ist der Nutzen oft erstaunlich hoch. Studien zu Greifarm-Robotern bei Menschen mit der Nervenkrankheit ALS zeigen sehr hohe Zufriedenheit und tägliche Nutzung. Der Gewinn liegt hier nicht in gesparter Arbeitszeit, sondern in zurückgewonnener Selbstständigkeit, und die lässt sich schlecht in Euro pro Stunde umrechnen.

Bei den einfachen Alltagsgeräten zählt dagegen der Preis stärker. Eine Therapie-Robbe für rund 5.700 € (ohne Gewähr) ist eine bewusste Investition, die sich nicht jeder leistet. Hier lohnt es, den Nutzen im konkreten Fall nüchtern abzuwägen und, wo möglich, ein Gerät vorher zu testen.

Was die Systematik und den Einsatz angeht, hilft der Überblick zu Pflegerobotern.

Die Geräteklassen ordnet der Beitrag zu Assistenzrobotern ein. Vor dem Kauf lohnt immer die Frage nach Kostenübernahme und Testphase.

Fazit: wenig kaufbar, kaum bezahlt

Der Markt für kaufbare Pflegeroboter ist schmal und unspektakulär. Erhältlich sind eine Therapie-Robbe, ein Telepräsenzroboter und Ess-Roboter, dazu teure Systeme nur für Einrichtungen. Die humanoiden Helfer aus den Schlagzeilen können Sie derzeit nicht kaufen, sie bleiben Forschung und Zukunftsmusik.

Am schwersten wiegt die Finanzierung. Die Pflegekasse zahlt praktisch nicht, nur die Krankenkasse übernimmt vereinzelt eine Esshilfe. Mit einer realistischen Erwartung treffen Sie die passende Wahl und werden weniger enttäuscht. Den Ausschlag gibt Ihr konkreter Bedarf — ein passendes Nischengerät kann den Alltag spürbar erleichtern, während der Universalroboter für die Pflege noch Jahre entfernt bleibt.

fl

fluxlane Redaktion

Neutrale Einordnung zu Service- und Haushaltsrobotern und Physical AI — mit Fokus auf den deutschen Markt, klaren Status-Angaben und quellenbelegten Zahlen. Wie wir arbeiten und Quellen prüfen.

Kann man einen Pflegeroboter kaufen?

Nur eng umrissene Assistenzgeräte. Kaufbar sind die Therapie-Robbe Paro, der Telepräsenzroboter temi und Ess-Roboter wie Obi. Einen Roboter, der wäscht, hebt oder umbettet, gibt es im Handel nicht, das ist Forschung. Große Systeme wie GARMI sind nicht käuflich.

Was kostet ein Pflegeroboter?

Die Therapie-Robbe Paro kostet rund 5.700 €. Beim Telepräsenzroboter temi liegt der US-Listenpreis bei etwa 3.999 $, im deutschen Fachhandel höher und variabel (Preise ohne Gewähr, Stand 2026). Ess-Roboter laufen meist über Preis auf Anfrage. Professionelle Systeme für Einrichtungen wie F&P Lio liegen bei 60.000 bis 80.000 € (ohne Gewähr). Alle Werte sind Anbieterpreise.

Was kostet Paro?

Die Therapie-Robbe Paro kostet rund 5.700 € brutto (Anbieterangabe, Stand 2026, ohne Gewähr). Der Vertrieb läuft über einen offiziellen Fachhändler auf Anfrage, meist inklusive Schulung. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten in der Regel nicht.

Zahlt die Pflegekasse einen Pflegeroboter?

In der Regel nein. Die Pflegekasse zahlt eine Pauschale von 42 € im Monat, aber nur für Verbrauchsmittel wie Handschuhe oder Desinfektion. Kein Roboter steht im Pflegehilfsmittelverzeichnis, deshalb gibt es keinen Anspruch. Die Anschaffung trägt fast immer der Nutzer oder die Einrichtung.

Übernimmt die Krankenkasse etwas?

In Einzelfällen ja. Ein Ess-Roboter wie Obi steht im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkasse und kann als Esshilfe bezuschusst werden. Das ist eine Einzelfallentscheidung mit Antrag, kein Automatismus. Emotions- und Telepräsenzroboter werden dagegen meist nicht übernommen.

Gibt es Förderung für den Kauf?

Für den Privatkauf kaum. Das Bundesforschungsministerium fördert seit 2020 elf Projekte zur Robotik in der Pflege mit rund 20,5 Mio €, aber dieses Geld fließt in Forschung und Erprobung, nicht in Kaufzuschüsse. Sinnvoll ist, im Einzelfall bei Kasse und Sanitätshaus nachzufragen.

Was kostet ein Roboter für ein Pflegeheim?

Professionelle Systeme wie der Assistenzarm F&P Lio kosten je nach Konfiguration grob 60.000 bis 80.000 € im Kauf, im Leasing rund 2.500 bis 3.000 € im Monat, plus Schulung und Wartung. Alle Angaben sind Anbieterpreise, Stand 2026 und ohne Gewähr. Für Privathaushalte sind solche Systeme nicht gedacht.

Wo kaufe ich einen Pflegeroboter?

Fast nie im normalen Online-Shop. Paro läuft über einen offiziellen Fachhändler auf Anfrage, temi über spezialisierte Technik-Händler, Ess-Roboter über den Reha- und Hilfsmittel-Fachhandel. Professionelle Systeme gibt es nur direkt beim Hersteller. Ein Test per Miete vor dem Kauf ist sinnvoll.

Ist ein Pflegeroboter ein Medizinprodukt?

Je nach Zweckbestimmung ja. Hat der Roboter eine medizinische Funktion, gilt die EU-Medizinprodukteverordnung MDR mit CE-Kennzeichnung. Ein reines Telepräsenzgerät ist meist kein Medizinprodukt. Bei Kamera oder Cloud kommt der Datenschutz nach DSGVO hinzu. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung.

Quellen & Stand: Anbieter- und Händlerangaben (Cyberdyne/robbeparo.de für Paro, smart-altern.de für temi, Reha-Fachhandel für Obi/iEAT, F&P Robotics für Lio), SGB XI §40 (Pflegehilfsmittel), GKV-Spitzenverband (Hilfsmittelverzeichnis), BMBF (Förderung), MDR (EU) 2017/745 und DSGVO Art. 9. Preise sind Anbieterangaben, teils zzgl. MwSt./Schulung/Wartung, Stand 2026 und ohne Gewähr. Kostenübernahmen sind Einzelfallentscheidungen, kein Anspruch. Dieser Ratgeber ist redaktionell und ersetzt keine Rechts- oder Sozialberatung. Stand: 31. Juli 2026.

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